Der Tiefenbacher Wald, 8 geheimnisvolle Fakten

Der sogenannte Gruselwald in Hessen ist besonders bekannt für seine sagenumwobene Lichtung nahe dem alten Erzbergwerk Würgengel zwischen Braunfels und Tiefenbach an der Lahn. Mit dem Aufkommen der Satanisten-Szene in Deutschland sollen dort einigige schwarze Messen oder Tieropfer begangen worden sein, bis die Behörden schließlich einschritten.

Das nahegelegene Braunfels ist ein Luftkurort und bekannt für sein Schloss, das seit dem 13. Jahrhundert Sitz der Grafen von Solms ist. Das Schloss ist aus einer im 13. Jahrhundert gegen die Grafen von Nassau errichteten Trutzburg entstanden und diente dann ab etwa 1260 als Wohnburg der Grafen zu Solms. Von dort schlängelt sich eine einsame Landstraße durch das Dickicht der Bäume vorbei an der Grube und einer früheren Brauerei zu dem rund tausend Einwohner starken, versteckten Ortsteil Tiefenbach.

Die Geschichte der Grube Anna

Nach Ende des NS-Regimes wurden die Grubenhäuser Notunterkünfte für Vertriebene aus dem Sudetenland. Von den Gebäuden und den Einrichtungen des 1945 stillgelegten Bergbaus stehen nur noch einige überwucherte Ruinen auf einer zentralen Waldlichtung, die wohl ursprünglich als lokaler Gerichtsplatz genutzt wurde.

Von dieser Lichtung des „Horror Walds“ im Kreis Wetzlar hört man dabei immer wieder seltsame Geschichte. So soll der Grantler von Schattwald dort mit seinem Bruder bei Holzarbeiten auf unerklärliches lautes Hundegebell und heftiges und anhaltendes Gerassel gestoßen sein, Vögel und Tiere allgemein den Ort meiden und sich Familiendramen bis zum Selbstmord abgespielt haben.

Ley Lines und die Geheimnisse von Tempelanlagen

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Kirchen und Tempel nicht um Siedlungen um Orte herum, sondern zuerst die Tempel entstehen und sich dann drum herum Menschen ansiedeln. Der Grund weshalb in Deutschland, relativ wenig heidnische Tempelanlagen bekannt sind, ist einfach, dass da jetzt meist Kirchen draufstehen.

Ebenso wenig dürften die Standorte von Tempeln nicht willkürlich gewählt werden, sondern regelmäßigen Ausbreitungsmustern folgen, wie man sie an den hunderte kilometerlangen Menhir-Megalith-Reihen Frankreichs und Belgiens kennt.

Egal was manche Naturromantiker auch denken mögen, waren Flüsse niemals der Hauptgrund für eine Siedlung, da Menschen niemals direkt aus Flüssen getrunken haben, auch wenn wir jetzt die saubersten Fließgewässer seit langem haben.

Vielmehr lässt sich eine gerade Linie vom Süden Englands über Frankreich und Italien bis Malta und den Nahen Osten ziehen, die sogenannte Michaels-Linie, an deren Verlauf man einen Großteil der Orte der Marienverehrung finden wird.

Dass im Fall Tiefenbach/Braunfels ein Luftkurort und eine Eisenerzgrube in unmittelbarer Nähe aufeinander treffen, spricht jedenfalls für eine energetische Besonderheit, die mit der nahegelegen Trutzburg, irgendjemand für bedeutend genug hielt, sie zu befestigen und ein Grafengeschlecht anzusiedeln.

Tellurische Ströme und das Focaultsche Pendel

Etwa seit Umberto Eco und seinem Roman „Das Focaultsche Pendel“ geistert die Theorie herum, Plan der Tempelritter sei es gewesen sich die energetischen Ströme an der Erdoberfläche vorab zu sichern und sobald technisch nutzbar ein Monopol darauf zu haben.

Eine gute Geschichte ist dabei immer vollkommen logisch und schlüssig und vollkommen unlogisch zu gleich. Es ist natürlich naiv zu denken, die Templer oder andere Orden hätten ihre Standorte durch Würfelspiel ermittelt. Das ist genauso unsinnig, wie die Annahme die Architektur oder Symbolik von Kirchen, wäre willkürlich gewählt. Im Grunde waren das einige der gebildetsten Leute ihrer Zeit, mit einem großen Interesse für alles esoterische aber in Deutschland wenig aktiv.

Bis vor der industriellen Revolution, der Bevölkerungsexplosion und dem massenhaften Einsatz von Kunstdünger war Deutschland insbesondere nördlich von Bayern und westlich der erstklassigen Böden der Magdeburger Börde einfach wenig attraktiv und viel Kleinstaaterei.

Mit der industriellen Revolution und Reichsgründung war man damit beschäftigt 300 Jahre Rückstand aufzuholen und an Erz mehr interessiert als an esoterischen. In der heutigen materialistischen Zeit wohl mehr am kommenden iPhone 8 oder japanischen Hentai und Manga Comics.

Entsprechend werden sich wohl viele esoterisch interessierte ein heimliches Katz und Mausspiel mit Behörden liefern, da auf vielen interessanten Plätzen wohl entweder die Kirche oder das Denkmalamt drauf sitzt.

Spukorte und ihre dummen Geister

Nicht alle Geistererscheinungen, mit denen es man so zu tun bekommt sind dabei notwendig intelligent. Tatsächlich stehen Dummheit und Boshaftigkeit in einer gewissen Abhängigkeit voneinander.

Andere energetisch besondere Orte wie Ninive oder Stonehendge verfügten über eine alteingesessene Priesterschaft, die ganz genau wusste, was sie tat und die jeweiligen Erscheinungen über Jahrhunderte und Jahrtausende formte. Nördlich der Donau im Land der Teutonen und Sumpfbarbaren war das in der Regel nicht der Fall und man wird es vorwiegend mit Naturgeistern der primitivsten Art zu tun bekommen, die durch Möchtegern-Satanisten nur zusätzlich verschmutzt werden.

Deshalb gibt es gewisse stumpfsinnige Geschöpfe, die ohne Grund Schaden zufügen und weit unterhalb menschlicher Intelligenz agieren. Sie sind dabei dem Menschen ebenso gefährlich wie giftige oder wilde Tiere. Das sind jene, die die Gelehrten taub und stumm nannten. Sie sind ohne Vernunft und erkennen deshalb keine Macht über sich und reagieren weder auf Drohungen noch auf Wünsche. Das macht es ungeheuer schwer, sie zu bändigen oder zu vertreiben.

Die Wegbeschreibung

Aus der A 45 bis zur Abfahrt Wetzlar und dann weiter auf der B 49 bis Tiefenbach und der Hauptstraße (K 380) in Richtung Braunfels etwa 3 km folgen, bis sich auf der rechten Seite eine Holzhütte abzeichnet. Von der Hütte biegt nach etwa 100 Metern auf der linken Seite ein Weg in den Wald ab.

Hunde sollen sehr sensibel auf den Ort reagieren und auch seltsame Effekte auf Zündung und Schließsystem des Autos auftreten. Berichtet wurden

  • nicht mehr anspringendes Automobil
  • plötzlich anspringende Motoren oder Lichter
  • selbstständiges Ver- oder Entriegeln der Türen

Immer wieder soll auch ein, mit einer schwarzen Kapuze bekleideter Mann oder unerklärliche Geräusche beobachtet worden sein, was im Volksmund “Wilde Gjägd” genannt wird.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.