Hachishakusama, 3 Dinge über weibliche japanische Dämonen

Hachishakusama ist die japanische urbane Legende über einen großen weiblichen Dämon, der Kinder entführt und dürfte einen tieferen metaphysischen Hintergrund haben. Der Name selbst bedeutet übersetzt schlicht 2,5 m groß und entspricht damit dem Englisch 8 Feet Tall. 8 Ft Tall hat eine tiefe, männliche Stimme trägt stets ein langes weißes Sommerkleid und macht, während sie kleine Kinder jagt Geräusch wie “Po … Po … Po … Po … Po …”.

Ihr äußeres Erscheinungsbild kann dabei von einer alten Hexe (ähnlich Beldam) bis zu einer attraktiven, jungen Frau variieren. Sie bleibt dabei aber immer übermenschlich groß und schneeweiß. Das deckt sich mit Mythen aus anderen Kulturkreisen, die wahlweise von den Annunaki, den olympischen Göttern oder moderner, den „großen weißen Aliens“ berichten oder mit den Erzählungen von den Nephilim und Riesen in der Bibel.

Auch Daenerys aus Game of Thrones ist letztendlich ein Ausdruck des gleichen Archetypes.

Der Dämon scheint sich dabei nicht um Erwachsene zu kümmern scheint, sondern versucht Kinder, wie der Dämon Valak aus Conjuring durch Nachahmung ältere Familienmitglieder anzulocken.

Hasshakusama scheint dabei vielen anderen japanischen Dämonen (Onryo) sehr ähnlich zu sein, die normalerweise weiß gekleidet mit langen schwarzen Haaren aus der alten japanischen Folklore stammen. Oft sind sie bösartig und streben nach Rache oder Tod.

Die gleiche Vorlage inspirierte viele andere moderne Monster, wie das Mädchen aus The Ring oder The Grudge. Interessant dabei ist, dass die ursprünglichen Ureinwohner Japans, die Ainu waren, die später von einer anderen, kriegerischen Bevölkerungsgruppe verdrängt wurden. Ähnlich wie bspw. die ursprünglich dunkelhäutigen Drawiden Indiens von den hellhäutigen, größeren Ariern auf den Süden des Subkontinents abgedrängt wurden.

Das gilt ebenso für die Dorer, die die Achaier der mykenischen Zeit von den griechischen Inseln verdrängten und das bekannte, klassische Griechenland der olympischen Götter mit den Tempeln, Orakeln und Opfern aufrichteten.

Die Legende und ihre Wurzeln

Während es sich bei der Geschichte um eine Art japanischer “Creepypasta”, eine fiktive als real dargestellte im Internet entstandene Geschichte, handelt, könnte es doch ein Zerrspiegel für eine uralte Konfrontation zwischen zwei Völkern sein, die im kollektiven Gedächtnis hängen blieb und sich so manifestiert.

Das heilige Zentrum der einen dürfte dabei im Nordatlantik in “Oldland” oder Atland, im “alten Land”, folglich Atlantis, gelegen haben. An der Spitze der Pyramide saß eine Rasse aus alten Priestern mit ihren Opfern. Fast unsterbliche dämonischen Wesen, die taten, was sie wollten und Kinder als Opfer benötigten. An seinem Boden war eine Mischrasse der Sklaven, halb Tier, halb Zombies. Man könnte diesem Teufelskreis niemals entkommen, außer den sogenannten „Halbgöttern“ dazwischen, die hinauf zu den Dämonen oder hinab zu den Menschen steigen konnten.

Wurde die höhere Stufe erreicht, konnten die eigenen Erinnerungen an seine Nachkommen als ein erbliches „Blutgedächtnis” weitergegebenen werden. Woraus sich der Ahnenkult Asiens entwickelt haben dürfte. Nachdem die Dämonen ausschließlich weiblich dargestellt werden, bleibt zu vermuten, dass die Vererbung mütterlicherseits erfolgt sein dürfte.

So hörte Atlantis als eine Sackgasse der Evolution, der eine Möglichkeit der nächsten Entwicklung unmöglich machte, auf zu existieren. Nichtsdestotrotz hatte die Gesellschaft in Atlantis Stabilität und damit in gewissem Sinne Unbeschwertheit erreicht. Das “Goldene Zeitalter” einer biogenen Zivilisation auf einer gesellschaftlichen Pyramide, deren Spitze von Hohepriestern man Olymp nannte.

Nach dem Untergang von “Atlantis” verlagert sich dieses Zentrum in die Nordsee in die zwischen dem heutigen Holland und Deutschland gelegenen Gebiete, der heute versunken Doggerbank, das sogenannte Doggerland, das erst viel später überschwemmt wurde und von wo aus die Nachfahren in alle Welt strömten.

Die Verbreitung der Geschichte in Japan

Nachdem sie auf vielen verschiedenen Websites veröffentlicht wurde, verbreitete sich die Geschichte in Japan schnell. Es existiert zwar wenig gesichertes Beweismaterial zu so einem Wesen aber eine tiefe, wenn auch vielleicht unbewusste, Kenntnis der Eltern und Großeltern von den Geschichtenerzählern ihrer Jugend hatten.

Kam es in einem Dorf zum mehrfachen Verschwinden von Jugendlichen über mehrere Jahrzehnte waren die „Dämonen“ zweifellos die Schuldigen. Im Laufe der Zeit wurden dann Bilder zu dem Mix hinzugefügt aber auch Wiederholungen oder andere „seltsame Erscheinungen“ eingearbeitet, bis sich die Geschichte schließlich als Figur in Computerspielen, Comics und Kurzgeschichten manifestierte.

So wurde im September 2014 der fünfte Teil der Spielserie Fatal Frame in Japan veröffentlicht (Fatal Frame: Maiden of Black Water). In diesem Teil leitet Fatal Frame die Geisterjagd ein. Entsprechend steckt das Spiel voller gruseliger Charaktere wobei, während der Installation eine seltsame Dame erscheint, die nur die “große Frau” genannt wird und aus einer “urbanen Legende” stammen soll. Immer wieder erscheinen diese “Tall Woman” -Charaktere auf Websites oder als Illustrationen.

Das traurige Erbe von Atlantis

In “Die Geschichte Ägyptens” von Sir James Henry Breasted erscheint im fünften Band des 18. Kapitel die “Religiöse Revolution von Echnaton”. Der zehnte Pharao der 18. Dynastie Amenophis IV rebellierte gegen die Priester des alten Amun-Ra-Kults, verließ die südliche und nördlichen Hauptstädte Ägyptens (Theben und Memphis), um in der Mitte des Weges, die neue Hauptstadt dem alleinigen Gott Aton zu widmen.

Interessant ist hier wieder, das vielleicht auch zufällige Auftreten der Ziffer 8 für die eine und 1 für die andere Fraktion.

Die neue Hauptstadt hieß Ahetaton (“Horizont von Aton”). Nach 17-jähriger Herrschaft Echnatons und 3 Jahren unter seinem Nachfolger Smenhkar, der Ehemann seiner Tochter Merit-Aton, bestieg der neunjährige Tutanch-Aton den Thron. Doch die Priester Amuns versöhnten sich nicht mit dem Verlust der Macht ihres Kultes, ließen Tutanch-Aton die neue Hauptstadt verlassen und einen neuen Namen annehmen Tutan-Amun.

Man beachte, dass die Thronfolge in weiblicher Linie erfolgte. Der Ehemann der Tochter des alten Pharaos wurde neuer Pharao und die jüngsten Untersuchungen lassen vermuten, dass Tutanch-Amun helle Haut und rotes Haar hatte.

Ein großer Krieg der Götter, Aton und Amun, ein großer Kampf zweier Völker, der bis heute anhält und vielen Kulturen der Welt seinen Niederschlag findet.

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