5 Dinge über den Dämon Valak aus Conjuring 2

Im Film Conjuring 2 (Die Heimsuchung) beginnt die Familie Hodgson, im Jahr 1977, unter paranormalen Vorkommnissen in ihrem Haus im Londoner Vorort Enfield zu leiden.

Janet, das zweitälteste der Kinder, sieht schlafwandelnd und in ihren Träumen ein Wesen in Form eines wütenden älteren Mannes, der darauf besteht, dass das Haus sein ist.

Er wird im Grimoires Clavicula Salomonis, in einigen Versionen als Ualac sowie in Thomas Rudds Variante als Valu, Johann Weyers Pseudomonarchia Daemonum nennt ihn Volac) und im Liber Officium Spirituum wird er als Coolor oder Doolas beschrieben. Im Münchner Handbuch der Magie findet sich ein Volach als ein Kind mit Engelsflügeln, der einen zweiköpfigen Drachen reitet.

Aus dem Lexikon

Zugeschrieben wird im dabei die Fähigkeit, Schätze zu finden und den Aufenthaltsort von Schlangen zu kennen.

Die 72 Wesen der Ars Goetia verhalten sich dabei spiegelverkehrt zu den 72 Namen Jahwes, die die Bibel nennt. 

Volac, oder Valu ist der 62. Die einzelnen Namen repräsentieren jeweils den auf-, absteigenden oder neutralen Aspekts eines Sternzeichen wobei es jeweils eine Gruppe für Tag und eine für Nacht gibt. 12 * 3 = 36, 36*2=72. Die Sternzeichen bilden

dabei die gedachten Verbindungslinien zwischen den Planeten.

Pseudomonarchia – Johann Weyer (1583) (übersetzt)

Valac ist ein großer Präsident und erscheint mit Engelsflügeln wie ein Knabe.
Er reitet auf einem zweiköpfigen Drachen, versteht sich auf das Beantworten von Fragen nacg verborgenen Schätzen und wo Schlangen gesehen werden können. Er übergibt sie in die Hände des Zauberers, ohne den Einsatz von Kraft und Stärke und hat Herrschaft über dreißig Legionen der Hölle.

Dictionnaire Infernal – Collin de Plancy (1863) (übersetzt)

Volac oder Valak ist Hochpräsident der Hölle und befehligt 30 Legionen. Er erscheint als Kind mit Engelsflügeln und reitet auf einem zweiköpfigen Drachen. Er berichtet von den Positionen der Planeten und wo man Schlangen findet.

Die verborgenen Zeichen im Film

Er ist nachtaktiv und der absteigende Aspekt des Sternbild Schütze. Sein Planet ist Merkur und er gilt damit als ein Hüter von Geheimwissen, dass er aber für sich behält. Wenn er in Conjuring, als Poltergeist das Haus für sich in
Beschlag nimmt, ist anzunehmen, dass er darin einen verborgenen Schatz vermutet, den er nicht teilen möchte.

Gleichzeitig wird in den Grimoire ein Kind dargestellt, das auf einem Drachen reitet und es ist kein Zufall, dass er zuerst zu einem 11-jährigen Kind Kontakt aufnimmt. Die 11 dürfte dabei eine Anspielung auf die 11 Himmelskörper Planeten + Sonne + Mond sein, mit deren Wissen man den ihn in Verbindung bringt. Auch der Beginn der Handlung mit dem Jahr 1977, dürfte als 77
eine Anspielung auf die Bibel sein.

Ein Geist stellt sich dabei niemals mit seinem echten Namen vor, hier nennt er sich Bill Wilkins, da er seinen echten Namen für gewöhnlich hütet wie einen Augapfel. Denn wer seinen echten Namen kennt, kann man ihn auch bannen. Und das ist, wie Conjuction endet.

Auch heute noch wird er oft von Magiern angerufen, die Fragen nach “verborgenen Schätzen” antreiben. Er gilt dabei als mächtig und nicht abgeneigt, mit denen zu teilen, die es in seinen Augen für würdig erachtet.

Valak der Lästerer und die Nekromanten

Grundsätzlich muss man bei Magier etwas unterscheiden. Es gibt die, die zu den Weisen gezählt werden, wie die Schüler des Hermes Trismegistus bei den Ägyptern, die Druiden der Gallier, die Yogi bei den Indern, die Kabbalisten bei den Hebräern oder die Magi der Perser.

Zweitens sprechen wir von denen, die nur durch die Anwendung von aktiv oder passiv wirkenden Kräften, erstaunliches zustande bringen, bspw. in der Medizin oder der Chemie. Drittens gibt es die Magie, die Umstände der Natur oder auch höhere Bewusstheiten mit einem solchen Umfeld ausgeschmückt wird, dass es Bewunderung auslöst. Diese Art nennen wir die Gaukler.

Schließlich gibt es noch die, die weder Halbgötter noch Götter oder Dämonen beschwören, sondern die Seelen Verstorbener herbeigerufen, um durch deren Leichen oder Leichenteile ein Orakel zu befragen, zu prophezeien oder etwas über zukünftige Dinge zu erfahren. Diese Art wird wegen ihres Materials und ihres Handelns Nekromanten genannt. Die Nekromantin von Endor wäre ein bekanntes biblisches Beispiel.

Insbesondere die Nonnenszene im Film scheint diesen Unterschied nicht zu begreifen und lieber für einen Seitenhieb auf das Christentum zu nutzen.

Glaube und Religion im Film

Im nicht so ganz verdeckten Hintergrund des Films ist Religion und Glaube ein ganz deutliches Thema und wie in Hollywood so üblich, kommt das Christentum nicht unbedingt gut weg. Helden sind das evangelikale Ehepaar Warren, die einen Faible für das Paranormale haben und entsprechend von Kirche weitgehend ignoriert werden. Entsprechend sind es die Warrens, die darauf beharren der betroffenen Familie zu helfen und mit ihren Nachforschungen beginnen, wobei sie natürlich Recht behalten sollten.

Und offen bleibt irgendwie die Frage, ob die Warrens denn nicht selbst Okkultisten, also Magier im eigenen Wortsinn sind ?

Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen letztendlich beide in die Grube.