Die Seele verkaufen in 3 einfachen Schritten

Zunächst ist es wichtig für ein gewisses Verständnis der weit komplexere Theorie und Praxis der Magie ein paar grundlegenden Annahmen zu erläutern.

  1. Das sichtbare Universum hat ein unsichtbares Gegenstück, dessen höhere Ebenen von guten und schönen Geistern bevölkert sind, während die unteren Ebenen, dunkel und unheilvoll und Behausung der bösen Geister und Dämonen unter der Führung des gefallenen Engels sind.
  2.  Durch magische Rituale und Prozesse ist es möglich, mit diesen unsichtbaren Wesen in Kontakt zu treten und ihre Hilfe und Beistand in weltlichen Unternehmen zu erhalten. Gute Geister unterstützen bereitwillig jede würdige Unternehmung und bösen Geister dienen nur denen, die leben, um zu verderben und zu zerstören.
  3. Es ist möglich, Verträge mit diesen Wesen zu schließen, wodurch der Zauberer für eine bestimmte Zeit der Meister eines Elementarwesens wird.
  4. Ernsthafte schwarze Magie ist nur mit der Hilfe eines Dämons möglich, der dem Zauberer für die Dauer seines irdischen Lebens dient, mit dem Verständnis, dass der Magier nach seinem Tod in den ewigen Dienst seines eigenen Dämons treten muss. Aus diesem Grund wird ein schwarzer Magier zu unvorstellbaren und extremen Mitteln greifen, um sein physisches Leben zu verlängern, da es für ihn jenseits des Grabes nichts zu hoffen oder zu erwarten gibt.
  5. Schwarze Magie ist nie wirklich von der Welt verschwunden, sondern hat nur ihre Form geändert und tritt heute als wissenschaftliche Perversion okkulter Macht in Form von „Hochdrucks-Verkaufssystemen“ und ähnlichem auf.

Es muss dabei bemerkt werden, dass es auf diesem Planeten viel zu viele Geistesgestörte, sowohl aktuell als auch in früheren Zeiten, ga und gibt. So sind durchaus Episoden aus Zeiten der Inquisition bekannt als Frauen als Zauberin zu Tode gefoltert lassen, weil irgendein gefährliche Dummkopf ein fehlendes Stück am Rosenkranzes erspähte und für ein untrügliches Zeichen der dunklen Magie hielt.

Es erfordert dabei keine besondere Disziplin oder Fähigkeiten, um ein Werkzeug der Kontrolle zu sein. Um ein Christ zu sein, sollte man einfach “gut” handeln und bete, wenn doch mal etwas “schlechtes” geschieht, wird es Gott schon verzeihen. Nun, auf den dunkleren Pfaden des Glaubens gilt das nicht. Traditionell umfassen die Formen der schwarzen Kunst dabei die Bereiche der Nekromantie und Hexerei, Vampirismus und eben Verehrung des entsprechenden Dämonen.

Die Geschichte des Doktor Faustus

Der vielleicht bekannteste Magier des Mittelalters war Dr. Johannes Faustus, besser bekannt als Dr. Faust, nach dem Roman von Goethe, der ein faktisches historisches Vorbild besitzt. Durch das Studium magischer Schriften wurde es ihm möglich, einen Dämon in seinen Dienst zu nehmen, der ihm viele Jahre in verschiedenen Funktionen diente. Dabei werden einige seltsame Geschichten von jenem Dr. Faustus berichtet. Bei einer Gelegenheit soll der anscheinend in spielerischen vergnügt, seinen Mantel über eine Anzahl von Eiern einer Marktfrau geworfen haben und augenblicklich sind aus allen diesen Eiern die Küken geschlüpft.

Zu einem anderen Zeitpunkt, soll er von einem kleinen Boot aus über Bord gegangen sein, schaffte es aber dennoch mit vollständigen trockenen Kleidern ins Boot zurück. Und wie bei fast alle anderen Magier ist die Angeleinheit für den Dr. Faust nicht gut geendet. Er wurde eines Morgens mit einem Messer in seinem Rücken gefunden und es wurde allgemein angenommen, dass sein vertrauter Geist dahinter steckte, um nach allen Jahren des Dienstes, endlich die erhoffte Seele zu ernten. Als ein weiteres literarisches Vorbild, dient zweifellos Oscar Wilds „Das Bildnis des Dorian Gray“, der seine Seele für äußerliche Jugend eintauscht.

Dämonen und ihre Fähigkeiten

ASMODEUS: Lust ist die Leidenschaft des Dämonenfürsten Asmodeus. Asmodeus, wird dabei, wie andere Dämonen die ihrem Weg vom alten Persien ins Christentum fanden durch “Eshm” oder “Aeshma” als Wut übersetzt. Lust treibt alle Kreaturen an und sollte als ein positiver Motivator betrachtet werden, der negativ wird, wenn er Schmerz und Zerstörung verursacht.

LEVIATHAN: Neid – Leviathan ist der Kronprinz der Hölle, verwandt mit dem Abgrund oder Urtief. Er verleiht Wissen über das Unbewusste und das Selbst. Neid ist dabei eine kraftvolle Motivation. Er macht uns oft besser schlauer und stärker, sowohl mental als auch physisch. Schwäche und Versagen sind dem Leviathan dabei eine Pein.

MAMMON: Geiz ist der Wunsch nach Geld und weltlichen Besitz. Er erhebt die Notwendigkeit von Geld zu einem Bereich höchster Meisterschaft. Mammon ist ein Aramäisches Wort, das “Reichtum” oder “Eigentum” bedeutet. Viele behaupten, diesen Wunsch zu verdammen, doch nehmen sie gerne, von den “Menschen”, die sie zu „retten“ vorgeben oder denen sie ihre wertlosen Geschichten erzählen.

BELPHAGOR: Faulheit. Er ist der Herr der Toten. Belphagor verschafft uns Erkenntnisse im Schlafen oder Tagträumen. Das alte Faultier ist nur ein Problem, wenn es deine Arbeit behindert. Ruh dich nicht zu lange aus, sondern genieße die Zeit, die dir noch bleibt.

LUCIFER: Stolz. Er hilft dir, zu wachsen dich zu verändern. Er erlaubt die verschiedenen Schwächen anderer zu sehen und auszunutzen. Lucifer ist ein transformative Geist, der dir erlaubt, die Welt nach deinen Wünschen zu formen.

BEELZEBUB: Völlerei – Beelzebub it der Herr der Fliegen, der Macht und Genuss jenseits aller Schuld oder Einschränkung gewährt. Sei vorsichtig den Ausschweifungen dabei nicht zu viel zu frönen.

Die okkulte Bedeutung von Blut

Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, Ist wert, dass es zugrunde geht; Drum besser wär’s, dass nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz, das Böse nennt, mein eigentliches Element. – Mephistoles, aus Goehtes Faust

Ein Dämon wird üblicherweise nur erscheinen, wenn man ihm davor durch Schwelgen in einer den benannten Todsünden, eine passende Bühne energetische Bühne bereitet hat und auch dann nur, innerhalb eines eng abgesteckten Bereiches, nach mehrfacher Beschwörung und Nutzung seines jeweiligen Siegels.

Dabei ist auf größte Vorsicht zu achten. Der Schwarzmagier bei der Unterzeichnung seines Blutpakts vielleicht noch voll und ganz davon überzeugt ist, dass er stark genug ist, die ihm zur Verfügung stehenden Kräfte auf unbestimmte Zeit zu kontrollieren, wird er schnell enttäuscht. Er muss schon nach wenigen Jahren, alle seine Energien und Zeit auf das Problem der Selbsterhaltung richten. Die Welt des Schreckens, mit der er sich durch seine Begierden verbunden hat, rückt jeden Tag näher auf, bis er am Rand eines brodelnden Abgrunds existiert, voll der Gewissheit, dass er eines Tages in die Tiefen gerissen werden wird.

Nach mittelalterlichen Aberglauben verwandeln sich diese Zauberer daher nachts in Werwölfe oder Vampire und durchstreiften die Erde auf der Suche nach wehrlosen Opfern, um ihnen Blut und entsprechend Lebenskraft zu rauben. Vielleicht eine Metapher, vielleicht aber nicht nur.

Deshalb muss der Magier den Teufelspakt, immer mit seinem eigenen Blut unterschreiben, den wer das Blut kontrolliert, kontrolliert die Seele.