Antifa-Kongress in München, neues von der Punkfront

Der Antifa Kongress 2017 findet am 04./05. November im DGB-Haus in München statt und die Bewegung folgt damit augenscheinlich den Ratschlägen, ihrs Ideengebers Saul Alinsky und dessen Hauptwerk “Rules for Radicals”.

Macht ist nicht nur, was Du hast, aber was der Feind denkt, dass Du hast. Die Macht wird aus zwei Hauptquellen abgeleitet – Geld und Menschen. „Habe-Nichtse“ müssen Macht aus Fleisch und Blut aufbauen. Das sind zwei Dinge, von denen es ein reichhaltiges Angebot gibt. – Saul Alinksy

So lange keine Schüsse fallen oder tote, linke Weichziele in Leichensäcke gefüllt werden, ist es entsprechend unnötig von “bürgerkriegsähnlichen Zuständen” zu sprechen. Was wir wohl wirklich sehen, dürfte ein ritualisierte Affentanz sein, der von Medien künstlich hoch geschrieben wird um Auflage zu machen und neues “destruktives Potential” in die sich lichtenden Reihen der Linken zu spülen.

Wenn Antifas andauernd von “rechter Polizeigewalt” schwadronieren, ist das ungefähr so, wie wenn sich der Schwarze im Western selbst die Knarre an den Kopf hält und damit droht sich zu erschießen, sofern nicht alle seine Forderung erfüllt werden. Wenn du meinst ? Dann drück eben ab.

Ein paar angezündete Familien-Vans, typisches Fortbewegungsmittel des Großkapitals. sind für eine disziplinierte, gut ausgebildete Polizei-Truppe in moderner Schutzausrüstung kein wirkliches Hinderniss. Und wenn sie meinen, die Sicherheitskräfte so lange triggern zu müssen, bis sie über die Veranstaltung drüberrollen, dann soll das eben so sein.

Viel interessanter ist vielleicht wie die Stimmung gegen die Antifastische Bewegung generell gekippt ist und die Gruppe ihre “Protestzüge” oft organisiert. Zunächst zum ersten Punkt.

4chan jagd die Antifa

Nach dem also, spätestens seit den Ausseinandersetzungen, um den Auftritt von Milo Yannoupoplis am Campus von Berkeley oder den G20-Unruhen in Hamburg große Teile der Bevölkerung vom dem “Wir sind friedlich, was seit”-Kampf-Autismus engültig die Schnauze voll haben, beginnt sich im Internet der Widerstand zu formieren.

An der Spitze der Bewegung steht wie üblich, das Messageboards 4chan, mit seinem noch radikaleren Auswachs, sofern das möglich ist, 8chan und der etwas gemäßigtern Reddit-Crowd. Es ist davon auszugehen, dass einige Mitglieder des 4chan/pol/-Boards über Gesichtserkennungssoftware verfügen oder manche populären Antifa-Online-Shop in Wirklichkeit
von Rechten betrieben werden, die solche Gelegenheiten nutzen, um Datenbanken anzulegen.

Entsprechend der bekannten Vorgehensweisen extremer Linker, kann wohl der Arbeitgeber oder Vermieter von Personen ausgeforscht und einschlägiges Bildmaterial oder Bestelllisten übermittelt werden. So rein, hypothetisch gesprochen natürlich.

Nachdem wir also verstanden, dass sich die Teilnehmer solcher Veranstaltungen, hauptsächlich selber ins Knie ficken. Können wir etwas auf typische Verhaltensmerkmale von Polizei und Aktivisten eingehen.

Aufbau und Organisation eines Protestzuges

Zunächst ist es wichtig, zu verstehen, dass es auf vielen politischen Protestumzügen, die Gruppen Grün, Gelb und Rot gibt oder geben kann. Die Polizei weiß aus Erfahrung oft am besten, mit welcher Art Veranstalter, sie es genau zu tun hat und wird entsprechend Warnungen an die Medien weitergeben.

Die erste Gruppe Grün sind dabei meist ahnungslosen Mitläufer und menschlichen Schutzschilder, ohne Ahnung, hinter denen sich die beiden anderen Gruppen verstecken. Hauptaufgabe von Gruppe Grün ist es, möglichst medienwirksam von der Polzei eins auf die Fresse zu bekommen, um das Bildmaterial dann als Rechtfertigung für Provokationen durch Gruppe Rot verwenden zu können. Das wird denen aber nicht unbedingt so gesagt.

Darüber ist die Gruppe Gelb angesiedelt. In Gruppe Gelb stecken die eigentlichen Organisatoren der Veranstaltung und die verschiedenen Funktionäre. Das ist der politische Arm der Bewegung. Der ist zwar in der Regel selbst nicht gewaltbereit hat aber einen guten Eindruck von Gesamtbild und ist am Zusammenspiel der einzelnen Teile, oft nicht ganz unschuldig.

Das sind auch die Leute, die schlussendlich vor den Kameras auftreten oder Stellungnahmen zum Geschehenen abgeben. Zweck der Teilnahme ist dabei hauptsächlich sich untereinander zu vernetzen oder in der Gruppenhierarchie aufzusteigen.

Gruppe Rot schließlich sind die gewaltbereiten hardcore Psychos, die man von Bildern mit Steinschleudern, Pflastersteinen oder Molotow-Cocktails so kennt und die, die Schmutzarbeit übernehmen. Der konkrete Kampfauftrag von Gruppe Rot kann sich dabei im Verlauf der Veranstaltung ändern und es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass sie erst gegen Ende zum Hauptzug selbst dazustoßen und für die Auflösung der Demo sorgen wird.

Menschen aus Gruppe Rot, sind politische Ziele oder so etwas meist piep-schnurz-egal und sie möchten einfach nur Dinge brennen sehen, weil sie Flammen eben mögen. Zieht sich die Demonstration über längere Zeit hin oder artet aus, kann auch noch die vierte Gruppe der Plünderer hinzu kommmen.

Wie wir in Hamburg gesehen haben beginnen vermutlich etwa 30 Minuten nach jeden großflächlichen Stromausfall oder jeder sonstigen Gelegenheit Plünderer aktiv zu werden. Das sind häufig kriminelle oder asoziale Elemente der Gesellschaft, die schon immer vor Ort waren und einfach nur auf eine gute Gelegenheit warten.

Die Party beginnt

Während also die nichtsahnenden Schäfchen von Gruppe Grün langsam einzutrudeln beginnen und von Gruppe Gelb in Reih und Glied aufgestellt und grundsätzliche Verhaltensregeln erörtert werden, wird Gruppe Rot damit beginnen die Sicherheitskräfte vor Ort zu verwirren und zu zerstreuen. Dabei werden einzelne Stoßtrupps aus Gruppe Rot an verschiedenen Orten der Stadt gleichzeitig zuschlagen Scheiben einschlagen, kleinere Brände oder Geschäfte demolieren um Plünderer anzuziehen und die Einsatzkräfte zu verwirren.

Gleichzeitig beginnt sich der Tross aus den Gruppen Grün und Gelb entlang der verabredeten Route in Bewegung zu setzen und hält über Funk Verbindung zu Gruppe Rot. Nachdem das Mobilfunknetz während solcher Veranstaltung vermutlich weiträumig auf Besonderheiten überwacht wird, würde ich hier besonders auf verschlüsselte Walky-Talkys von Organisation oder Ordnern achten.

Zur Eskalation und damit Breitenwirkung ist es notwendig, die Marschroute an einer gewissen Stelle zu verlassen und eine Anzahl von Menschen aus Gruppe Grün dort hindurch zu schleusen. Diese werden dann von der Polizei eingekreist und neutralisiert werden, was das erforderliche Bildmaterial zum medialen Ausschlachten und die Propaganda-Abteilung liefert.

Der Optimalfall, in diesem hypothetischen Fall Szenario, wäre also, dass Gruppe Rot die Einsatzkräfte so weit ablenkt, dass der Durchbruch an einem Schwachpunkt möglich wird. Das muss aber nicht immer gelingen. Gelingt das nicht, wird Gruppe Rot zu einem späteren Zeitpunkt zum Haupttross stoßen und aus der Menge heraus versuchen, die Sicherheitskräfte zu provozieren bspw. durch Flaschen, Wurfgeschosse, Steinschleudern oder Feuerwerkskörper und so an die benötigten Gewaltszenen zu kommen.

Ziel ist immer, dass Menschen, die nichts dafür können, eines auf die Mütze bekommen, man das in Ton, Bild und Film festhält und durch das jeweilige Propaganda-Büro möglichst weit streut in der Hoffnung, das etablierte Medien auf den Zug aufspringen und man neue Mitläufer, Spenden oder Sympathien der Bevölkerung lukrieren kann.

Und genau dieses Vorhaben, versuchen dann “Kontrarevolutionäre” wie auf 4chan/pol/ zu vereiteln, indem sie häufig eine alternative Sichtweise auf die Geschenisse anbieten.

Zusammenfassung

Bei allen was man der Rechten-Szene in Deutschland auch verwerfen kann, fehlt ihnen dann doch oft eine gewisse “kriminelle Energie”, die man auf der extrem Linken-Seite des politischen Spektrums durchaus manchmal findet. Das große der Problem dieser Seite ist wiederum häufig, dass das, was sie da genau treiben, mehr und mehr ans Licht kommt und große Teile der Bevölkerung es eben abstoßend finden.

Dazu kommt, dass auch alternative Sichtweisen über das Netz mehr und mehr Verbreitung finden und sich erste Communities finden, die sich dieser Sache auch annehmen. Oder kurz gesagt, wenn man ein- und dieselbe Klinge zu lange verwendet, wird sie mit der Zeit eben stumpf.

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