Gesuchter in Manhattan gefasst, Terrororganisation im Vergleich

By Gh9449 (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Nach Behördenangaben ist also wieder mal ein (Pick-up) “Truck des Friedens” durch eine Menschenmenge gefahren und das FBI konnte eine weitere gesuchte Person zur Befragung ausfindig machen.

Während man sich im Westen also Gedanken darüber macht, ob jetzt Facebook Likes oder Twitter Hashtag-Kampagnen, die große Wende im “Kampf gegen den Terror” bringen werden, sehen sich große Teile der westlichen Bevölkerung, mit einer Kultur konfrontiert, die weit besser organisiert und aggressiver als sie selbst ist.

Die anfangs gefeiert Facebook-Hipsters der dünnen arabischen Mittelschicht wurden von Schlägern der Muslimbruderschaft vertrieben und was sich nun vor uns auftut, ist eine demographische Zusammensetzung, wie sie wirklich ist und eben nicht, wie sie sein sollte.

Während einige also ernsthaft denken, sie könnten mit einer Kultur, die Märtyrer Brunnen baut und mit rot gefärbten Wasser als Zeichen für Blut befüllt, mithalten, indem sie wirre Parolen vom “Deutschen Volk” und “gegen Islamisierung” ausgeben, liegen sie damit vermutlich falsch.

Jeder der schon mal in den Süden der Republik gereist ist weiß, dass Franken eben zuerst oft Franken und in zweiter Linie dann Deutsche. Oder ein exklusiver Verein zieht mehr Mitglieder, als die gleiche Nummer mit lauter Pappnasen.

Häufig stellt sich Abends die Frage möchte ich lieber in den coolen Club, mit geilen Djs, hübschen Frauen und Türsteher oder der Dschunkelbude mit dem Freibier ? Jemand der deutsch ist, kann eben trotzdem ein Vollpfosten sein.

Die große Stärke des islamischen Staates ist, dass er keine Organisation im eigentlichen Sinn, sondern mehr eine Art “Terroragentur” ist, die zwar zentral Propaganda ausgibt aber lokal und selbstständig in kleineren Gruppen und Zellen agiert. Jedes mal, wenn wir einen Europäer am anderen Ende der Welt für deren Gaga-Ideologie verrecken sehen, sollten wir uns denken.

Moment, der hätte auch für mein jeweiliges Ziel Zettel verteilen können.

Eine Organisation aufbauen

Wenn ich mir den typischen salafistischen Vortrag so ansehe, dürfte der durchschnittliche Intelligenzquotient wohl knapp unter der Raumtemperatur liegen. Das Potential dieser Menschen dürfte in vielen Fällen, gerade dazu reichen im Konfliktfall, die Dope-Plantage von Hezbollah oder einer anderen Gruppierung düngen zu dürfen.

Das ist also niemand, mit dem ich mich ernsthaft beschäftige. Es ist besser eine Struktur von außen nach innen aufzubauen, als von innen nach außen. Zweiteres ist aber, was diese Spacken relativ oft versuchen.

Wenn Menschen zu lange in einer Echokammer mit langen Bärten und Pluderhosen waren, gibt es oft keine Freunde außerhalb der Gruppe, die sie neu mitbringen könnten. Die meisten Gruppen scheitern, da sie sich ab einem gewissen Punkt ihren eigenen Müll immer nur noch gegenseitig vorlesen. Und wenn man sich ansieht, wie Herr Vogel versucht Opfertiere oder Mekka-Reisen an den Mann zu bringen, scheint dieser Punkt nun erreicht zu sein.

Zweite wichtige Ursache des Scheiterns, sind eine oft zu starke Zentralisierung und zu enge inhaltliche Vorgaben. Open-Source-Lösungen, in der nur Bausteine oder Plattformen gegeben werden, ist immer erfolgreicher als ein in sich geschlossenes System, da sie relativ einfach auf die genauen Bedürfnisse einzelner Zielgruppen zugeschnitten werden können.

Das offensichtliche Problem der Alt-Right

Das große Probleme der Alt-Right ist die zunehmende Zentralisierung und Festlegung auf einzelne Führungspersönlichkeit. Die Mission ist alles und der Einzelne ist nichts. Werden einzelne Spieler liquidiert, gefangen genommen oder der Twitter-Acccount gesperrt, darf es das große Ganze nicht maßgeblich beeinflussen.. Schneidet man einen Kopf der Hydra ab, treten zwei neue an ihre Stellen. Die “Unsterblichen” des Perserreiches, hießen deswegen so, weil für jeden gefallenen Soldaten, ein neuer an seine Stelle trat.

Und in der Alt-Right sehen wir den Fall, wo sich eben viele für ganz besondere, einzigartige Schneeflocke halten. Der organisatorische Vorteil der Linken liegt dabei in der guten Kombination aus zentrale Propagandastelle, mit dezentralen “Kampfgruppen”.

Wenn also Jürgen Elsässer davon spricht, dass AFD Schild und PEGIDA Schwert von irgendetwas sein, dass er dann völlig nichtssagend als “patriotische Bewegung” beschreibt, ist das in meinen Augen eben einfach nur beknackt.

Nicht nur, dass die sie kein wirkliches Ziel haben, außer vielleicht die Pensionsansprüche von alten Säcken gegen Asylanten zu sichern, ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass auch nur einer davon unter einem lauten “Merkel muss weg.”, seinen Sprengstoff gepackten Rollator in eine Gruppe “wahrer Gläubiger” lenkt.

Diese Menschen haben einfach kein Schwert und kein Schild. Es kommt hinzu, dass Deutschland anders als Frankreich, keine zentralistische Tradition, sondern mindesten 3 historische Zentren, um Donau, Rhein und Elbe besitzt. Also selbst, wenn Herr Elsässer ein neuer Hitler wäre, bräuchte er noch immer einen Strasser oder Göbbels für den Norden.

Islamverbände und ihre Organisation

AFD und PEGIDA haben trotzdem, ihre Achtungserfolge erzielt und werden von Separatismusbewegungen, wie sie im Moment in Spanien oder Norditalien entstehen, wohl beerbt werden. Sofern diese, eben ein echtes Ziel und eine Vision besitzen. Wenn man hingegen einmal richtige Inkompetenz erleben möchte, empfehle ich immer den Moscheeverein in der näheren Umgebung.

Besonders DiTiB scheint eher wie eine Art Armee geführt zu werden, die extrem stark zentralisiert ist und nur äußerst wenig Entscheidungsspielraum vor Ort zulässt. Eine Befehls- kommt in Gegensatz zur beschriebenen Auftragstaktik immer mit hohen Kosten und schweren Verlusten.

Und ganz genau so, sehen viele Forderungen dieser Herren eben auch aus.

  • Einheitlicher, flächendeckender, islamischer Religionsunterricht
  • Errichtung diverser Großmoscheen
  • Visafreier Nachzug aus der Türkei

Das sind eben alles Ideen, die Masse über Klassen setzten und sieht man sich die eine oder andere Kuffnucke aus Südland etwas genauer an, ist das vielleicht auch berechtigt. Schwerer wiegt, dass keine eigene, echte personelle oder materielle Basis vorhanden scheint, sondern vorwiegend aus dem Ausland importiert werden muss.

Zusätzlich scheint auch das Internet, dort wohl weitgehend unbekannt,

Aufgrund der langen Versorgungslinien aus der Türkei, werden solche Strukturen, nach einem Wegfall entweder sofort kollabieren oder in einem Grabenkampf zwischen einzelnen Orts- oder Landesverbänden versinken, für die dann vermutlich noch einen Dolmetscher und Subventionen brauchen.

Fassen wir zusammen

Echte Massenbewegungen waren wohl ein Ding der 20 Jahre des vorigen Jahrhunderts und bis auf viele Babyboomer dürfte das auch jeder kapiert haben. Leider nehmen gerade diese, viele wichtige Positionen ein, weil sie eben nach Dienstjahren vergeben werden.

Was wir jetzt erleben, dürfte wohl eher in Richtung Dezentralisierung mit mehr, kleineren und
radikalen Gruppen gehen. Der islamische Staat ist weniger eine Organisation an sich, sondern mehr eine Plattform vieler verschiedener Gruppen. Während die Propagandamaterialien zentral erstellt und vermarktet werden, werden lokal kleinere Gruppen oder Zellen vor Ort aktiv.

Das entspricht dem Vorgehen vieler linker Gruppen, wo man zwar nie weiß, ob das jetzt Marxisten, Leninisten, Trotzkisten, Stalinisten oder was auch immer sind aber trotzdem alle gemeinsam bei der “Demo gegen Rechts” auftauchen.

Das entspricht dabei am ehesten dem Prinzip des legendären Feldherrn von Moltke “Getrennt marschieren, gemeinsam kämpfen.” Während die Rechte und diverse Islamverbände wohl eher dem Ausspruch eines General von Clausewitz zu folgen scheinen “Nichts ist schwerer als der geordnete Rückzug aus einer unhaltbaren Position.”

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