Wozu brauch ich Pfefferspray ? Nahkampfwaffen im Vergleich

Vor einiger Zeit hat die Deutsche Bahn entschieden, Zugbegleiter aufgrund ansteigender Gewalt  zukünftig mit Pfefferspray auszustatten und kurz zusammengefasst halte ich das für keine gute Idee. Abgesehen davon, dass es meistens nicht sonderlich clever ist, Reizstoffe in geschlossenen dicht besetzen Räumen einzusetzen, halte ich das Drohpotential für sehr gering.

Jeder der schon mal in die Situation kam, sich mit einem Elektroschocker gegen einen betrunkenen Obdachlosen zur wehren, weiß, dass sich dieser höchstens kurz schüttelt und dann um so kräftiger zuschlägt. Mit Ausnahme von Pfefferspray-Pistolen zur Tierabwehr, denke ich nicht, dass es sich bei einem 6,49 Spray aus China großartig anders verhält und man den Angreifer eigentlich nur richtig wütend und oder nüchtern macht.

Vielmehr ist es so, dass der Mensch durch seine Entwicklung es mit wesentlichen kräftigeren Raubtieren mit wacheren Sinnen zu tun hatte und vermutlich nur die Verhausschweinung des Menschen, daran Schuld ist, überhaupt in Situationen zu geraten, in denen man sich für solchen neumodischen Scheiß interessiert.

Kurz zusammengefasst, Kill Bill ist kein Dokumentarfilm und wer sich auf einem Nahkampf überhaupt einlässt, ist in meinen Augen aufgrund des hohen Verletzungsrisikos ein Idiot. Das bedeutet nur eben trotzdem nicht, dass es sich nicht in manchen Fällen empfiehlt eine Art „Rückversicherung“ zu haben.

Über Messer, Schlagringe u. Stöcke

Ein Messer ist in erster Linie ein Werkzeug und weniger eine Waffe. Abgesehen von den extremen Risiken ist ein Messerkampf meist ein Glücksspiel, indem hauptsächlich Schnelligkeit, Glück und Kaltblütigkeit entscheiden. Ein gut platzierter Treffer befördert den Kontrahenten wohl unmittelbar auf die Intensivstation und so etwas wie “Technik” gibt es im Messerkampf eigentlich nicht.

Ein langer Stock ist einem Messer in so gut wie allen Fällen überlegen und aus guten Gründen, ist das Führen von Teleskopschlagstöcken in Deutschland verboten. Eher als Pfefferspray würde sich für Zugbegleiter wohl Teleskopschlagstöcken eignen, was aber waffenrechtlich schwierig ist.

Die Tatsache, dass Spezialeinheiten der Polizei vermehrt mit Kettenhemden ausgestattet werden, dürfte klar demonstrieren, dass die Gefahr durch Messerattacken enorm sein dürfte und selbst eine beschusshemende Weste hilf hier wenig. Die zweite große Gruppen von Waffen bei Gossengangstern dürften Schlagkraftverstärker vor allem die verbotenen Schlagringe sein.

Auch hier gilt, dass der Schlagring dem Stock aufgrund der sehr eingeschränkten Reichweite klar unterlegen ist. Nachdem einige Menschen dumm wie Scheiße sind und gleichzeitig zu viel Fernsehen sehen, träumt mancher jetzt vielleicht vom Samurai-Schwert, Nunchaku oder ähnlichen asiatischen Unsinn.

Im Normalfall ist ein Katana dabei so etwas wie ein überdimensionierter Briefbeschwerer und eine Repräsentationswaffe. Im Gegensatz zum mitteleuropäischen Lang- oder Bastardschwert ist das Samurai-Schwert als Schnitt- und Hiebwaffe jedenfalls keinesfalls als Stichwaffe konzipiert. Überwiegend wurde es aber symbolisch von Bürokraten getragen um dummen Bauern ihren Status klar zu machen und sie einzuschüchtern.

Will der erfahrene Fischer einen Fisch erschlagen, gibt er meist einen Stein in einen Strumpf. Das ist so einfach, wie es effektiv ist und ob es sich bereits als sogenannter „Totschläger“ im waffenrechtlichen Sinn qualifiziert scheint fraglich.

Der Stein, die unterschätze Waffe

Die vermutlich einfachste und beste Waffe für den Hausgebrauch ist der Stein. Man kann in eben werfen, in einen Strumpf packen oder zur Erhöhung der eigenen Schlagkraft nutzen. In anderen Worten, wenn der andere ein Messer kann man ihm einen Stein ins Gesicht werfen und dann davon laufen oder durch Kreisbewegungen in reißfesten Nylon auf Abstand halten.

Er kann damit sowohl als Distanzwaffe, im Nahkampf sowie zur Abschreckung genutzt werden und im Moment ist das bloße Mitführen von Steinen in Tasche oder Auto auch nicht illegal. selbst wenn man damit in eine Polizeikontrolle gelangt, ist es eben trotzdem nur ein Stein. Unter den leichten Infanterie-Einheiten der Antike waren Steinschleudern groß in Mode und auch unter einigen Randgruppen der extremen Linken sollen sie sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen. Hab ich gehört.

Zur Gewinnung nimmt man eben einfach was man gerade so findet oder zerschlägt eine größere Waschbetonplatte, die ohnehin seit 3 Jahren im Garten vor sich hin gammelt.

Der Kampfhammer

Immer wieder wird in diversen Fantasyfilmen der Mythos eines Kampfhammers in Form eines schweren Vorschlaghammers verbreitet und die kurze Antwort lautet, das Teil ist zu schwer. Tatsache ist Kampfhammer hat es in verschiedenen Formen gegeben aber niemals mit überschweren Kopf. Viel bedeutender als das Gewicht am Ende ist die Länge des Stiels.

Da die Stiellänge im wesentlichen die Kampfreichweite bestimmt und ein schwerer Hammerkopf nur zur eigenen Ermüdung führt, während er dem Gegner ein leichteres Ausweichen ermöglicht. Ein durchschnittlicher Werkzeughammer wäre hypothetisch die weit flexiblere Waffe und würde immer noch schwerste Verletzungen beim Gegner verursachen.

Während also ein möglich leichter Hammerkopf Priorität bleibt, sollte auf einen möglichst langen Stiel geachtet werden. Und meines Wissens nach sind Hämmer in Baumärkten leicht erhältlich und gesetzlich wenig reguliert. Es muss dabei völlig klar sein, dass alle aufgezählten Mittel Schusswaffen Haus hoch unterlegen sind und man sobald jemand eine zieht im Grunde und mit Glück nur weglaufen kann.

Mögliches Einsatzspektrum

Nachdem wir uns nun über verschiedene Mittel der Gefahrenabwehr in Notfallsituationen beschäftigt haben, stellt sich die Frage nach den Gefahrenquellen an sich. Neben tollwütigen, freilaufenden Hunde, die eigentlich nur noch in Osteuropa oder der Türkei in größerer Zahl zu finden sind, könnten das verschieden halb-kriminelle bis kriminelle Elemente der näheren Umgebung sein.

Hier ein paar Beispiele.

  • der Goblin

Einzelne Drogensüchtige, Asoziale oder diverse Landfremde die auf Stunk aus sind oder unter Hormonstau leiden, würden ich unter der Sammelbezeichnung Goblin subsummieren. Goblins sind einzeln oder in Kleingruppen unterwegs, meist nicht sonderlich clever haben kein größerer Netzwerk im Hintergrund und stehen meist unter dem Einfluss diverses bewusstseinsverändernder
Substanzen. Kurz zusammengefasst, denen ist meist egal wem sie gerade auf den Keks gehen und ich würde diesen Gestalten weitgehend ausweichen.

  • Nomaden

Das sind oft lose zusammenhängende Gruppen von 20-30 Menschen, die oft versuchen Gebietsansprüche geltend zu machen oder eigene, erfundene Bullshit-Regeln vom “Toleranzgebot” bis zur “göttlichen Ordnung” durchzusetzen. Hier kann es sein das ein Ausweichen nicht mehr möglich ist aber sie die Grenze zur Kriminalität noch nicht überschritten haben.

Ich würde hier bestimmt aber entschieden darauf hinweisen, dass man gewillt ist sein staatliches garantiertes Notwehrrecht in Anspruch zu nehmen. Gewisse Demographien neigen einfach dazu jedes Entgegenkommen als Akt der Unterwerfung misszuverstehen. Das einzige Gegenmittel bleibt hier oft, sich wie das hinter letzte Arschloch zu benehmen und sein Ding zu machen ohne selbst die Grenze zur kriminellen Handlung hin zu überschreiten.

Nachdem auch der Gruppenanführer selbst kaum Lust hat, im Falle des Falles einen Stein auf die Nuss zu bekommen, ist das oft die beste die beste Form der Deeskalation und dann Ruhe ist hoffentlich Ruhe Karton.

  • die Gang

Hier sprechen wir von einen Grat an Organisation und Bewaffnung, der die Möglichkeiten des einzelnen Bürger bei weitem übersteigt und hier können nur noch Organe der staatliche wirklich effizient aktiv werden.

Im Rahmen der gültigen Regeln und Gesetze, möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich kein Jurist bin, dieser Artikel keine Rechtsberatung darstellt und es sich nur um allgemeine Informationen zu dem Thema, sowie persönliche Ansichten und Meinungen des Autors handelt. In keiner Weise, wird hier irgendwie zur Gewalt, Selbstjustiz oder anderen strafrechtlich relevanten Handlungen aufgerufen oder so etwas gut geheißen. Danke.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.