Waffen bauen – Wo Mainstream Medien irren

Für mich ist die westliche Medienlandschaft der personifizierte Auswuchs der “Dich-muss-es-kümmern”-Industrie und ich habe früher noch die Portale der bekannten Medien frequentiert, um zu erfahren, welche Scheiße mit 0% Bezug zu meinem Leben mir denn heute wichtig sein muss.

Spätestens mit der Maidan-Krise, wo auch schon mal “Luftgewehre” als “Maschinengewehre” umschrieben wurden, ist mir dann doch aufgefallen, dass es in der Allgemeinbildung mancher Journalisten so einige Lücken gibt und nach dem neuesten islamistischen “Waffenfund” möchte ich mit einigen Vorurteilen zu dem Thema aufräumen.

Letztendlich sind viele Journalisten vermutlich auch nur Opfer mit Brillen und werden sich vermutlich nicht mehr großartig ändern.

1. Sehr viele Islamisten scheinen nicht sonderlich intelligent oder fähig zu sein

Im Verlauf der Gefechte in Syrien ist mir aufgefallen, dass die meisten selbstgebauten Waffensysteme des IS so aussehen, als hätte sie ein 5-jähriger nach dem Bauplan aus einem Tom und Jerry Film zusammengeschraubt. Oder kurz erklärt, selbst gemacht muss nicht schlecht bedeuten. Das klassische Beispiel dafür ist die Sten Gun.

Die Waffe wurde im 2. Weltkrieg von den Briten entwickelt, die angesichts der Atlantikschlacht unter massiven Versorgungsengpässen litten und dazu übergingen, Waffen aus den verfügbaren Materialien zusammen zu stoppeln. Das Ergebnis wurde insbesondere von deutschen Einheiten verlacht, die erst im späteren Verlauf des Krieges, die Vorteile der Konstruktion verstanden. Manche Dschungelwerkstätten in Südostasien erreichen dabei solche Qualität, dass die Handwerker von der regulären Waffenindustrie mitunter abgeworben werden.

2. Schusswaffen sind out und Sprengfallen sind inn

Die meisten Todesfälle in Konflikt-Gebieten entstehen nicht durch Schussverletzungen sondern Splittereinwirkung. Während also in vielen deutschen Mukibuden der Mythos grassiert, dass ein Six-Pack kugelsicher mache, ist das in aller Regel falsch. Entsprechend sind auch die todesmutigen “Krieger Allahs” von klassischen Drecklumpen-Outfit mittlerweile auf Splitterschutzwesten und funktionale Bekleidung umgestiegen.

War die Ausrüstung zu Beginn noch relativ bunt durcheinander gewürfelt und sah so aus, als hätten sie örtliche Salafisten auf E-Bay gekauft und dann per Paket verschickt haben sich inzwischen einheitliche Standards durchgesetzt. Tatsächlich sieht ein Teil der aktuellen Ausrüstung, wie die neuen Spectre-Tarnazüge, so aus als käme er frisch aus der einen oder anderen Ostblock-Fabrik.

Geheimdienste neigen oft dazu, manipulierte kleinkalibrige Granaten über Strohmänner in Umlauf zu bringen, da die Detonation gute Zielmarkierungen für Luftschläge abgeben. Entsprechend sind die sonst üblichen portablen Granatwerfer ebenfalls aus dem Arsenal des IS weitgehend verschwunden.

Nach dem Islamisten oft über keine Luftwaffe verfügen, übernehmen wie an anderer Stelle bereits erwähnt, oft Selbstmordattentäter die entsprechenden taktischen Aufgaben. Wobei sich andeutet, dass diese in naher Zukunft bspw. durch ferngesteuerte Quadrakopter Drohnen ersetzt werden könnten.

3. Eine AK-47 ist kein Scharfschützen Gewehr

Bei den taktischen Formationen scheint das “Dummer-Wichser”-Manöver unter islamistisch motivierten Kämpfern bisher zu überwiegen. Dieses Operationsmuster entsteht, wenn man meint, man müsse seine Waffe aus jeder Gebäudeöffnung hervorstrecken, um seine Position zu verraten oder aber als Truppe hinter einer Ecke steckt, wo bei jeder Einzeln das Magazin grob richtig Feind verschießt, bis der nächste dran ist.

Zur Ablenkung werden Zielfernrohre auf russischen Qualitätsprodukten befestigt, als ob die effektive Kampfreichweite nicht durch das Ostblock-Kaliber 7,62×39 mm und die Wodka-Kugeln in der Fertigung ohnehin sehr beschränkt wäre.

Kurz zusammengefasst hat eine Einheit in Truppstärke (3-4 Mann) keinen Scharfschützen und braucht auch keinen. Vielmehr ist einer der Soldaten als “designated Marksman” bestimmt, muss dann aber auch über eine entsprechende Waffe im notwendigen Kaliber verfügen.

4. Tarnung orientiert sich an der Umgebung

Nachdem zumindest einige “Gotteskrieger” ihren früheren Lebensmittel in Mitteleuropa gehabt haben dürften, hielten sie offensichtlich Flecktarn B Europäischer Laub-/Mischwald für ein geeignetes Tarnmuster in Dreckslochistan.

Das Ergebnis war eben, dass der rote Punkt in der Mitte eine erstklassige Ziele für russische Tiefflieger und Erdkampfflugzeuge abgab. Entsprechend wurde das Tarnmuster zuerst durch Schlamm und danach durch Wüstentarnmuster abgelöst. Der Hintergrund ist, dass seine Rostschlüssel mit Dreck einzureiben, eben nicht die Konturen der Fahrzeuge in der Draufsicht bricht. Oder etwas anders erklärt, Militärs überlegen sich meist sehr genau, wieso sie etwas so und eben nicht anders machen.

Möchte ich also etwa tarnen oder verstecken, sollte ich mich grob an der Umgebung orientieren und nicht als YPG-Kriegerinnin n Waldtarn durch urbane Gegenden laufen, weil ich denke, dass eine Vagina Superkräfte verleiht und/oder unsichtbar macht.

5. Freundliche Gegenden bevorzugen, feindliche meiden

Jeder Art von Aufständischer ist in aller Regel auf ein grundsätzliches Wohlwollen oder zumindest stillschweigende Duldung seiner Umgebung angewiesen. Das hat bspw. die Sauerland-Gruppe aber nicht davon abgehalten, als Operationszentrum ein Mietshaus auf dem Dorf voller misstrauischer Rentner zu wählen.

Das ist was Idioten tun.

Ausgeschlafene Insurgenten, wie die der RAF suchen sich anonyme Sozialbau-Wolkenkratzer am Rande der Stadt mit Autobahnanschluss. Also dort, wo schon alleine wegen möglicher “eigener Projekte” niemand die Cops ruft, keiner den Nachbarn näher kennt und man sich im Fall des Falles schnell und unbemerkt absetzen kann.

Auf den Punkt gebracht

Zusammengefasst ist es mir ein völliges Rätsel, wie diese Truppen Taten geplant oder umgesetzt haben soll, wenn schon morgens sicher über die Straße zu kommen eine offensichtliche Herausforderung darstellt. Ob dann auch noch die Schuhe zugebunden sind, frage ich erst gar nicht.

Einen Waffenbestand anzulegen, zu verwalten und vor Behörden verborgen zu halten ist eine logistische Meisterleistung, die bspw. der Vietcong nur durch hohe persönliche u. gesellschaftliche Disziplin, starken Rückhalt in der Bevölkerung, sowie chinesische u. sowjetische Berater erfolgreich verwirklichen konnte.

Neben weitläufigen Rückzugsgebieten am flachen Land kam eine gewisse Kreativität in der Stadt, wo als Tarnung ganze Hochzeits- oder Begräbnisgesellschaften organisiert wurden. An Waffenlagern bei islamistischen Gruppen, würde ich eher das vermuten, das linke Journalisten häufig unter einem “Waffenlager” verstehen, zwei Zwillen und einen spitzen Stock.

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