Defend Europe, die neue Rechte, Praxis des Kulturkampfes

Demonstration Stadt

Das Auftauchen der Identitären Bewegung und die Mission Defend Europe soll vermutlich über eine einfache Tatsache hinwegtäuschen. Den Fakt, dass die “patriotischen Deutschen” demographisch bedingt aus einer Ansammlung alter Säcke ohne Kinder und Enkel bestehen. Alles was in Youtube an blauäugigen, blonden Mädels über die Bildschirme huscht und über die bedrohte deutsche Leitkultur schwadroniert, ist hinfällig solange man keine Kinder und damit auch keine Zukunft hat.

Sollte sich also tatsächlich jemand ernsthaft über Krisenvorsorge Gedanken manchen, hier mein seit 10.000+ Jahren bewehrter Vorsorgetipp.

Was sich “Alternative für Deutschland” nennt, wirkt nach meiner Auffassung eher wie die Jugendgruppe des deutschen Pensionistenverbands. Und bei aller Kritik an Frauke Petry muss ich zugeben, dass sie zumindest der grundlegenden biologischen Funktion eines Menschen gerecht wird und brütet.

Herrn Gauland dagegen würde ich eher das Charisma eines in die Jahre gekommen Forst-Verein Vorsitzenden zuschreiben. Es ist dabei eine Tatsache des Lebens, dass man immer die Klientel anziehen wird, zu der man selber gehört.

Die Identitären sollen also vermutlich diesen kinderlosen Silberfüchsen einreden, dass auf Zuruf irgendwo russische Supersoldaten aus den Büschen springen werden, um für sie einen goldenen Lebensabend zu erkämpfen.

M.E. nach ist das ein sogenanntes “Suckers-Game” indem man Fremden eine kostenlose Gegenleistung verspricht, die sich in aller Regel als teuerste Geld- und Zeitverschwendung” des bisherigen Lebens herausstellt.

Es gab sicher viele in Deutschland, die russische Besatzungssoldaten für eine richtig gute Idee hielten, bis sie den ersten Gewehrkolben in die Fresse bekamen und einsehen mussten, wie die gute alte “proletarische Freiheit” genau aussieht.

In anderen Worten, sobald ich im Compact Magazin lesen muss, dass russische Pässe in Thüringen verteilt werden, bin ich hier raus.

Schwachsinniger Aktionismus

Hätte man also andere Absichten, als seinen vebrauchten, rechten Arsch neuen russischen Zuhältern anzubieten, sich einen bequemen Versorgungsposten im Parlament zu sichern oder Zeitschriften-Abos und DVD-Sets zu verkaufen, könnte man auf Aktionismus großräumig verzichten und so etwas wie einen nachhaltigen Weg einschlagen.

Bewegt man sich ohnehin am äußeren Rand des rechtlich und moralisch zulässigen, könnte man genau so gut versuchen in eine NGO Vorort einzusickern und dort so viel organisatorisches Chaos wie möglich verursachen.

Es ist einfach effizienter sich an eine Führungsposition innerhalb der Organisationen heranzuwanzen, für das unfähigste Personal, die schlechteste Verwendung der Gelder und miserable Schiffswartungen zu sorgen, als Druck von außen aufzubauen.

Idioten ziehen immer mehr Idioten an und kompetente Menschen geben irgendwann von alleine oder kündigen innerlich. Hat man dann ein Betriebsklima etabliert, das verrottet genug ist, dass Mitarbeiter Geld stehlen um in Nordafrika-Drogen zu kaufen, sich in die Crewmitglieder auf der Bordtoillete gegenseitig begatten und die Organisation als “Ferienlager zum Saufen und Ficken” allgemein bekannt ist, kann man sich zufrieden zurück lehnen und als “Whistleblower” zum Held der Szene aufsteigen.

Dieser Status dient wiederum nur dazu im nächsten Durchlauf noch größeren Schaden anzurichten und seine Spuren auf dem Weg zu verwischen. Gut durchdacht, fällt das Vorgehen spät bis nie auf und einmal eingerissen ist eine Umkehrung mühsam bis unmöglich.
Obwohl ich so ein Vorgehen niemals empfehlen würde, wäre es vermutlich Mittel der effizienteste Weg NGO-Operation vor Ort unmöglich zu machen.

Oder kurz zusammengefasst, Social Media ist eben auch nur die Seifenkiste des 21. Jahrhundert.

Der große Wirtschaftskrieg und die moralische Erpressung

Sollte man also tatsächlich ein Problem mit einer eingebildeten oder tatsächlichen Islamisierung Europas haben, ist die Antwort nicht das Vorgehen der Rechten sondern der Linken.

Entscheidend dabei ist 100% legal und von der moralisch höherwertigen Position
zu agieren. Es ist vollkommen hirnrissig, schwachsinnig und illegal auf einem Moschee-Gelände eines Vereins, der einem nicht passt Schweineinnereien zu vergraben.

Aber hey, vielleicht ist es zufällig das europaweit einmalige Reservate der blau-bunt geschenkten Schreiraupe. Und wenn dem so ist, sehe ich eine Lawine von Bauverhandlungen, Umweltgutachten und Genehmigungsverfahren anrücken, die den Baubeginn vermutlich ins Jahre Schnee davon rücken lassen.

Gleichzeitig finde ich Moscheeprojekte an sich einen seltsamen Ausgangspunkt um eine
Profilierungskampagne zu beginnen. Ich würde zuerst immer auf das wirtschaftliche Rückgrat einer Gemeinde zielen.

Müsste ich also eine Nachbarschaftswache aufstellen, wären das keine 3 alten Männer mit einer Taschenlampe und einem Hund, die auf einen Einbrecher warten der nicht kommen wird.

Ich würde jedes Cafe, Friseur und Supermarkt einer einschlägig bekannten Gruppe aufsuchen
um mir einmal die Barrierefreiheit und Toilettenanlagen richtig gut ansehen. Zusätzlich würde ich beginnen die Öffnungszeiten zu protokollieren und eine Bürgerinitiative gründen, die sich für einen karitativen Zweck einsetzt.

Der Sinn der Übung bestünde darin, Finanzmittel, Personal und öffentlichen Goodwill zu lukrieren während ich mit der Hackordnung der in Frage kommenden Objekte langsam nach oben fresse. Die einzige Herausforderung bestünde darin, die entsprechend Behörden dazu zu bringen bereits gültige Vorschriften zu exekutieren, sollten sie da oder dort etwas übersehen haben.

Wie schleppend sich dieser Prozess gestalten kann dürfte erheblich von der Frustrationstoleranz der verantwortlichen Beamten bestimmt sein, die bei vielen Mitarbeitern der Behörden einfach erreicht sein dürfte. Den Rückhalt in der örtlichen Bevölkerung wird man wohl finden und die alternative Medienlandschaft scheint gut genug ausgebaut im Fall der Fälle auch einmal gehörig die Sau durchs Dorf treiben zu können.

Fassen wir zusammen

Hätte die “Neue Rechte” vor, langfristig erfolgreich zu agieren, würde sie nicht sinnlose Propagandaschlachten führen, die nur dazu dienen Medienaufmerksamkeit zu lukrieren.

Sie würde in einen flächendeckenden “Kleinkrieg” ziehen der vor allem auf den strukturellen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Basis des vermuteten oder tatsächlichen Gegners zielen.

Die beste Möglichkeiten das zu tun, wären die Strategien und Taktiken der 68er und Ökobewegung zu imitieren und auf die eigenen Verhältnisse umzulegen, während die eigenen Strukturen sauber und nachhaltig gestaltet werden müssten.

Der Grund wieso sie das nicht tut ist, dass ihr die demographische Grundlagen junger Aktivisten fehlt und sie hauptsächlich ältere Funktionäre aufbieten kann. Die Identitäre Bewegung dürfte den Zweck erfüllen, diesen grundsätzlichen Mangel zu überdecken.

Im wesentlichen bedeutet es, dass hier nichts zu retten gibt, sondern die älteren Generationen zuerst wegsterben und eine neue demographische Grundlage geschaffen werden müsste. Alles andere ist nur verschenkte Liebesmüh.

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