Asoziale und ihre Ghettos

Ghetto East Side

Deutsch blicken oft mit einer Mischung aus Verachtung und Neid auf von Zuwandern geprägte Stadtviertel. Und das ist absolut verständlich. Weil der durchschnittliche Deutsche eben oft ein alter Sack ist, der in seiner kleinen Stadtwohnung seinen Lebensabend genießen möchte und keine große Lust hat daraus vertrieben zu werden.

Gleichzeitig wurden die eigenen Kinder um sich selbst zu beschützen und abzusichern, niemals geboren und auf ein staatliches Gewaltmonopol verlassen, das zunehmend an Durchsetzungsfähigkeit verliert.

Das Resultat dieser Entwicklung sind dann impotente Silberfuchs-Aufmärsche, die sich mit Pappschildern gegen selbstgemachte Probleme schützen wollen. Auf einen Pegida-Rentner, der seinen sprengstoffbeladenen Rollator unter lauten “Merkel muss Weg”-Rufen in eine Veranstaltung “wahrer Gläubiger” lenkt, wird man wohl lange warten.

Und außerdem ist es auch nicht erstrebenswert und ich lehne Gewalt selbstverständlich generell und unbedingt ab. Tatsächlich hat die zunehmende Ghettoisierung aber auch ihre positiven Seite und kann sich für Leute, die bewusst und gerne Ärger suchen, zu einem wahren Paradies entwickeln.

La Castellane

Wer Menschen im großen Maßstab importiert, importiert damit alle ihre Probleme mit. Das ist so verständlich, wie unspektakulär. Nichts demonstriert die aktuelle Entwicklung vielleicht mehr als die französischen Trabantenstädte, die sich rund um Metropolen wie Marseille oder Paris entwickelt haben.

Dass diese Sozialbau-Ghettos zu Hochburgen der Kriminalität wurden, aus deren oberen Etagen Ziegelsteine fallen, sobald die erste Polizeistreifen auftauchen, war also völlig vorhersehbar.

Das gute an dieser Entwicklung ist, hat man die entsprechenden Stadtteile einmal abgeriegelt, sind ein Gutteil der Problemfälle an einem Ort versammelt und muss nicht mehr allzu weit suchen. Gleichzeitig wird man mit klassischer Polizeiarbeit in einem abgesonderten Stadtteil nicht mehr wahnsinnig weit kommen.

Was unter normalen Verhältnisse eine polizeiliche Razzia wäre, wird dann eher zum militärisch geführten Raid, wie man in aus den Favelas Südamerikas heute schon kennt.

Ein Raid kann dabei eine Reihe von Zielsetzungen haben:

  • Demoralisieren des Gegners
  • Beute machen oder zu plündern
  • Gefangene unter Feinden zu machen
  • Eigene Gefangene zu befreien-
  • Einrichtungen oder Produktionsstätten des Gegners zu zerstören
  • Informationen zu beschaffen
  • Gezielte Tötungen von Rädelsführer
  • Eigene Einheiten aggressiv und motiviert zu halten

Die Warrior Inc.

Ein Gutteil der angeführten, an sich staatlichen, Aufgaben lässt sich dabei an “Kopfgeldunternehmer” auch Filibuster (Freibeuter) oder modern gerne auch “Contractor” genannt auslagern. Das hält die eigenen Verluste gering, schafft Arbeitsplätze und gleichzeitig fehlt Polizei-Einheiten häufig die entsprechende Ausbildung und Risikobereitschaft in kleinen Teams hinter feindlichen Linien zu operieren.

Wie alle Bürger mit geregelten Sozialleben und Familie sind sie meistens nur für defensive und nicht für offensive Operationen zu gebrauchen.

Für den Unternehmer von morgen bietet sich damit die Möglichkeiten mit seiner eigenen Warrior Inc. die entsprechende Lücke zu füllen, allerdings muss auch hier auf eine entsprechende Personalauswahl geachtet werden.

Neben jüngeren Angehörigen bewaffneter Verbände, die in ihrer Freizeit Zweitbeschäftigung und Nervenkitzel suchen, bieten sich vor allem alle möglichen Arten von sozial-retardierten
Persönlichkeiten an, die es in einer friedlichen Gesellschaft weit schwerer hätten und die man bspw. in der Türkei unter Euphemismus “Dorfschützer” subsumiert.

Personalauswahl im Death Squad

Der große Vorteil einer Warrior Inc. ist, dass die herkömmlichen Kriterien der Personalsuche wie körperliche Fitness und geistige Gesundheit sich er hinderlich bis störend auswirken können. Vielmehr zählt die psychologische Komponente. Menschen die dafür bezahlt werden, im Schlaf andere zu entführen, zu ermorden oder ihre Drogenküchen abzufackeln erhalten nicht das gleiche Maß sozialer Anerkennung, wie die Herren in Uniform.

Gleichzeitig bieten sich als Financiers örtliche Gewerbetreibende, die von den Umständen einfach die Schnauze voll haben, sowie Behörden, die endlich Ruhe haben wollen.

Im Prinzip verüben Contractors im Krieg legalisierte Morde, nur wurde der Krieg niemals erklärt und die Morde sind auch nicht legal, sie werden nur nicht verfolgt. Entsprechend braucht es Menschen, die diese Rolle mental verarbeiten können.

der Hedonistische Killer:

Das ist eine Persönlichkeit, die vor allem in primitiven Gesellschaften vorherrscht und der sich nichts weiter dabei denkt außer seinen Gehaltsscheck einlösen. Angehöriger dieser Gruppe wurden bspw. unter den Bergstämmen Laos für den Vietnam-Krieg angeworben.

Sie brachten eine Leiche zurück und wurden bezahlt. Sie brachten eine Schusswaffe zurück und wurden bezahlt. Wenn sie einen Gefangenen brachten wurden sie dafür bezahlt. Wenn sie nicht den ganzen Gefangenen bringen konnten, waren sie es gewohnt für zurechenbare Teile bezahlt zu werden….Ich mochte das nicht, ich wollte lebende Gefangene. Tote sprechen nicht. – Dick Pearson, Navy Seal

der idealistische Killer:

Der idealistische Killer ist davon überzeugt, Menschen ermorden zu müssen, die sich nach seinen eigenen Standards für den Tod qualifizieren. Das sind im Kern hochmoralische Menschen, allerdings folgen sie ihrem Set an Regeln. In ihre Beuteschema fallen oft gesellschaftliche Randgruppen wie Prostituierte, Homosexuelle, Obdachlose oder Angehörige
ethnischer Minderheiten. Er geht dabei kühl und berechnend vor und praktiziert keinen sexuellen Missbrauch, Herabwürdigung oder Verstümmelung seiner Opfer.

der psychopathische Killer:

An dieser Stelle werden die Dinge unangenehm, weil sich Psychopathen oft an keinerlei Regeln halten und aus puren Lustgewinn töten. Das ist der typische James Bond Bösewicht, der Gegner nicht einfach umbringen kann, sondern sich selbst erhöhen und sein Opfer erniedrigen muss. Entsprechend gehören sexueller Missbrauch oder Folter, obwohl er seinen “Arbeit” leidenschaftlich nachgeht, kann dies zu unangenehmen Situationen führen.

Fassen wir zusammen

Es gibt weder übertriebenen unangenehme noch extrem negative Situationen, sondern die Frage ist vielmehr für wen. Wie sich die Verhältnisse auch entwickeln, existieren Persönlichkeiten die unter den jeweiligen Umständen aufblühen und andere, die sie zutiefst abstoßen finden. Wie sich die Situation im Moment in Mitteleuropa entwickeln stehen einschneidende Veränderung der bisherigen Entwicklung an.

Das ist für manche eben schlecht und für andere eben sehr gut. Die einzige Frage bleibt,
auf welcher Seite man selber gerne stehen möchte.

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