Die Toten vom Mount Everest und wieso sie es verdient haben

Bergsteiger Mount Everest

Seit etwa 1922 hat sich der Mount Everest zum Friedhof der egomanischen Vollidioten dieser Welt verwandelt. In diesem Zeit sind rund 300 Menschen beim Versuch ihn zu besteigen verstorben. Etwa 200 sind auf den Berg verblieben, der Großteil davon in der Todeszone jenseits der 8000 m, wo sie sich langsam aber sich in mumifizierte Eisleichen verwandeln.

Auf die Frage weshalb überhaupt jemand darauf kletterte, erhält man überwiegend so geistreiche Antworten wie “Weil er da ist.” im Zeitalter des Facebook-Selfies und Instagram ist vermutlich noch die Gier nach Aufmerksamkeit als Zweitgrund dazu gekommen.

Tactical Kleidung und anderes Überlebensspielzug

Die großen Nutznießer der momentanen gesellschaftlichen Entwicklung sind die Hersteller und Händler von allerlei Abenteuerspielzeug. Mittelfristig droht unsere Gesellschaft damit in zwei Klassen zu zerfallen. Die die gut daran verdienen Computerspiele zu programmieren und die die sei den ganzen Tag zocken.

Für die Silberfüchse unter uns, hat sich ein weiterer Markt entwickelt, die Hersteller von Tactical Kleidung, Überlebenstaschenmessern, bunten Bergsteigerucksäcken und anderen Dummfug,
der übergewichtige Kettenraucher über Nacht in Elitesoldaten verwandeln soll.

Menschen die den Mount Everest besteigen wollen, bezahlen im Endeffekt 50.000 USD aufwärts damit, einheimische Scherpas dafür, diesen ganz Schrott in ein Basislager voller anderer Deppen zu schleppen, wo sie sich über die Vorzüge ihrer Spielzeuge unterhalten
können. Danach kratzen sie dann beim “Gipfelsturm” entweder selber ab oder die Nepalesen können ihren Müll auch noch wegräumen.

Alles hat eine Geschichte

Polizist in Tarnkleidung

Bevor also die lebenden Karikaturen der Babyboomer-Generation beschlossen haben, dass Flecktarn auch und Bergsteigermode modisch und hipp ist, hatten diese Dinge tatsächlich einen realen Sinn und Zweck. Im Bereich der Tactical Mode kam die Nachfrage vor
allem von sogenannten “Contractors” oder auf deutsch unglücklich mit Söldner-Firmen übersetzt.

Diese Firmen werden häufig im Personenschutz hoher Regierungs- und Parteifunktionäre und Dreckloch-Ländern eingesetzt und können eben nicht wie die hinterletzen Penner herumlaufen.
Das bedeutet die Kleidung ist gleichzeitig weniger funktional als repräsentativ, soll sie von Angehörigen der regulären Polizei- und Armeekräfte unterscheiden und einen martialischen Eindruck liefern.

Die besonderen Eigenschaften regulärer Ausrüstungsgegenstände wie z.B. die Abschirmung gegen Restlichtverstärker oder Haltbarkeit gehen dabei in aller Regel verloren. Wer also denkt er könne im Notfall mit seinem Porsche Cayenne in Flecktarn im Notfall querfeldein in die Wildnis entfliehen ist ein Idiot und wird beim Achsenbruch sein blaues Wunder erleben.

Für moderne Bergsteigerausrüstung ist das oft nicht großartig anders.

Von Pseudo-Survivalisten profitieren

Ich persönlich sehe jedenfalls nichts verwerfliches daran, verschiedene Pseudo-Survivalisten und Extremsportler kennenzulernen, sich mit ihnen anzufreunden und ihre Standorte schon mal in eine Karte einzutragen. Sollte es tatsächlich zu einer Krisensituation kommen, sind das die Typen die als allererster ins Gras beißen.

Kann sein, dass vollgepackte Survival-Jeep in Tarnfarben am Militärcheckpoint etwas seltsam erscheint, sie im Wald die Pilzsorten nicht auseinander halten können oder im vollgepackten Ravioli-Dosen-Lager einen Herzinfarkt bekommen und die Treppe hinunterfallen.

Die angehäuften und eingelagerten Ausrüstungsgenstände dürften ihren Tauschwert bei anderen Spinnern ohne Ahnung jedenfalls behalten. Sollte man also so eine Person in seinem Bekannten oder Freundeskreis haben empfiehlt es sich möglichst viel über etwaige Lagerbestände wie Generatoren, Werkzeuge und Langzeitlebensmittel in Erfahrung zu bringen.

Die beste Möglichkeit an solche Informationen zu kommen ist vermutlich, sich als begeisterter Fan auszugeben, der langweilige Diaabende immer schon toll fand und sich für wertlosen Erfahrungen im Touristencamp mit anderen Honks noch ganz furchtbar interessant findet.

Diese Information lassen ich in eine Liste eintragen auf die man bei Notfällen kann man darauf zurückgreifen.

Extremmasturbation

Wenn sich also Dummheit mit Unwissenheit und Babyboomer/Yuppie Plattitüde paart, kommt das dabei heraus, das am Dach der Welt gerade vor sich hin verwest. Bergsteiger die am Mount Everest krepiert sind, sind dabei fast noch ätzender als ergraute Weltumsegler, die es für eine gute Idee halten in den piratenverseuchten Gewässern Südostasiens herumzugurken und so indirekt den Terror finanzieren.

Einerseits gehen sie den meisten anderen Leuten mit ihren nutzlosen Abenteuer-Geschichten und Facebook-Einträgen auf den Zeiger. Und zweitens sind eben so gut wie alle “Fähigkeiten” die sie dabei erwerben oft nutzlos bis hochgefährlich. Sie könnten genau so ihre teure Tactical Hose wieder ausziehen und gleich an ihrem Organ herumspielen, um die Bilder davon anschließend als Rundmail zu verschicken.

Dazu kommt dann noch der Schwarm von Parasiten und Aasgeiern, die ihre 10 ct pro Wort kassieren in dem sie diesen Müll auch noch ganz furchtbar toll finden. Und sofern mal wieder einer ins Gras beißt, das ganze wiedermal als emotionales Buch zum Mitleid erpressen und Geld machen auarbeiten.

Deshalb meine Nachricht an jede, die auf dem nutzlosen Felsen im Weitforstitan sinnlos abgekratzt sind und ihr Leben für nichts verschwendet haben. Ihr habt es aus meiner persönlichen Sicht absolut verdient.

Gleichzeitig fände ich es jedoch Schade, wenn die Welt nach einer tatsächlichen Extremsituation von völligen Schwachköpfen neu bevölkert würde, weil die ein oder zwei Ravioli-Dosen mehr im Keller gebunkert hat und deshalb sollten wir ein gutes Auge auf euch und eure Vorratslisten haben.

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