Beschwichtigungen und weshalb sie gefährlich sind

Präsident Erdogan

Angriff USS ArizonaDie Japaner griffen Pearl Harbor aus einem einzigen Grund und und zwar weil sie dachten, damit davon zu kommen. Tamon Yamaguchi und Yamamoto Isoroku die maßgeblichen Planer hinter dem Angriff hatten beide in den 20ern in den USA gelebt. Sie hörten Jazz, sahen den Luxus und die ethnisch inhomogene Bevölkerung. Schwach und reich ist immer eine sehr schwache Verhandlungsposition.

Und so dachten sie, dass die USA nach einem harten Schlag nicht die nötige Kraft zu einem Gegenschlag aufbringen würden. Blicken wir nun auf das Deutschland der 1930 Jahre.

Die deutsche Wehrmacht war in den Jahren 1938 oder 39 nicht kriegsbereit. General Beck  späterer Befehlshaber des Ersatzheeres protestierte gegen die Politik Hitlers und versuchte den Generalstab zum geschlossenen Rücktritt zu bewegen. Die Tschechoslowakei war hoch gerüstet und die Panzermodelle der Skoda-Werke allem überlegen, dass die deutsche Seite aufzubieten vermochte.

Und Tatsache ist auch, dass die Tschechoslowakei zerschlagen und in das Reichsgau Böhmen und Mähren umgewandelt wurde. Weil Hitler eine aggressive Außenpolitik verfolgte und Chamberlain lieber über “Frieden in unserer Zeit” und die Sozialpolitik in Großbritannien sprach.

Die heutige Türkei

In der heutigen Zeit besitzt die Türkei, die 2. größte NATO Armee und das sieht zwar beeindruckend aus aber eben nur auf dem Papier. Die Rüstungsindustrie ist unterentwickelt und von Lieferungen und Technologietransfer von anderen NATO-Partnern abhängig. Weder besitzt die Türkei wirklich fortschrittliche Hochtechnologie noch bekanntere Marken außerhalb der Textil- und Leichtindustrie.

Und Präsident Erdogan ist das eben egal, weil er Schwäche auf europäischer Seite vermutet und gelegentlich mit dem Unruhepotential der türkischer Bevölkerungsgruppen in Europa droht. In anderen Worten er betreibt die Politik die er betreibt, weil er vermutet damit auch durchzukommen.

Ausschließlich von Frauen erzogen

Dudelsackspieler

Wer als Junge in Deutschland ab etwa Mitte der 60er geboren wurde, hatte gute Chancen sein ganzes Leben ausschließlich von Frauen erzogen worden zu sein. Die Anzahl der Scheidungen nahm explosionsartig zu und große Teile des Lehrkörpers wurde mehrheitlich weiblich. Am gravierendsten ist das in Grundschulen zu beobachten gilt aber mittlerweile für so gut wie jeden Schultyp.

Dazu kommt, dass die Unterhaltungsindustrie die Vaterrolle zu einer lebenden Karikatur und einer bloßen Witzfigur umgeschrieben hat. Wer das gelebte Matriarchat in Aktion sehen will, den verweise immer gerne auf die Innenstädte mancher US-Großstadt oder den Lebensalltag in dem einen oder anderen Indianerreservat, wo der Sozialstaat den männliche Versorger rolle
fast vollständig ersetzt hat. Den Alltag bilden dort oft Glücksspiel, Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie überdurchschnittliche Kriminalitätsraten. Studien zeigen, dass die Kinder von Alleinerzieherinnen überdurchschnittlich zu Kriminalität oder Sozialleistungsbezug neigen.

Meine Vermutung wäre, viele türkische Politiker blicken auf Deutschland und sehen in aller erster Linie einfache Beute.

Kriegstreiberei gesucht

Jemand der behauptet, die Türkei sei nicht groß genug in ihren heutigen Grenzen kann nicht beschwichtigt werden. Nicht wenn der denkt er hätte eine Chance damit auch noch durchzukommen. Je mehr man ihm gibt, desto mehr wird er haben wollen.

Der Pausenhofbully wird sich auch nicht dadurch besänftigen lassen, indem man ihn bezahlt. Er wird nur seinen Lebensstandard erhöhen und morgen dann noch mehr Geld zu fordern. Das ist eine einfache Wahrheit die Rudyard Kippling in seinem Gedicht “Danegeld” über die kriegerischen Wikinger in sehr einfachen Worten zum Ausdruck bringt.

And that is called paying the Dane-geld;
But we’ve proved it again and again,
That if once you have paid him the Dane-geld
You never get rid of the Dane.

Während also der Westen davor zurückschreckt zumindest “maximale diplomatische Maßnahmen” gegen einen offensichtlich aggressiven Staat einzuleiten, weitet dieser sein Engagement von Syrien und dem Irak zunehmend nach Bosnien und Albanien aus.

Es ist eine ebenso leicht verständlich, dass das aller Voraussicht nach nicht sonderlich gut endeten wird sondern je länger man wartet, desto höher der zu erwartende Preis sein wird. Und damit möchte ich mit dem unsterblichen Worten Winston Churchills schließen.

Ein Appeaser ist ein Mensch, der ein Krokodil füttert, in der Hoffnung, dass es ihn als letzten fressen wird. – Winston Churchill

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.