48.000 Opfer von Genitalverstümmelung in Deutschland

Frau mit Baby

Wie aus einer vom Bundesfamilienministeriums geförderten Studie hervorgeht sind rund 48.000 Mädchen und Frauen Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung geworden. Zusätzlich sind bis zu 5.700 Mädchen akut bedroht. Sehen wir uns die Hauptverbreitungsgebiete an, sind insbesondere 28 Staaten im westlichen und nordöstlichen Afrika betroffen.

Karte Genitalverstümmelung

By Johnuniq (German translation by Furfur) GFDL  or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0 via Wikimedia Commons

Außerhalb Afrikas findet sich die Praxis vor allem in Jemen und Irak. Nach der
veröffentlichten Studie stammen die Betroffen in Deutschland vorwiegend
aus Eritrea, Somalia, Ägypten, Äthiopien und dem Irak.

Die Praxis selbst wird auch als pharaonische bezeichnet und stammt aus vorislamischer Zeit. Die deren erste Spuren sich auf einem altägyptischen Papyrus aus dem 2. Jahrhundert vor Christus.

Herkunft und Verbreitung

In Deutschland scheinen besonders die Ballungsgebiete Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München betroffen. Die Eingriffe sowohl dabei vom Säugling bis hinein in Teenager Alter durchgeführt werden.

Auch wenn die Ausbreitung nicht rechtlos geklärt ist, scheint sich der Brauch von Ägypten ausgehend über das restliche Afrika bzw. entlang der Handelsrouten in den Jemen und Irak hinein verbreitet zu haben.

Erwähnungen finden sich dann bei den griechischen Mediziner Galenos und darauf aufbauend Ibn Sina, durch dessen Standardwerk Canon medicinae  er zwar an europäischen Universitäten zwar bekannt aber weitgehend ignoriert wurde.

Der aktuelle Anstieg der Betroffenen von etwa 30% seit 2014 scheint auf den Anstieg der Migration aus den Verbreitungsländern zurückzuführen.

Zukünftige Entwicklung

Da die Tradition in Teilen des Horns von Afrika flächendeckend verbreitet ist und größere Diaspora Gemeinden in Nordamerika und England existieren, mag es wenig verwundern, dass schon bisher einzelne Fälle bekannt wurden.

So in den Vereinigten Staaten respektive Detroit, Michigan wurde der Fall einer Ärztin bekannt, die mutmaßlich weibliche Genitalverstümmelungen durchführt. Aufgrund weiterer Anschuldigungen in diesem Zusammenhang, bspw. Verschwörung sowie Irreführung der Ermittlungsorgane droht ihr eine bis zu lebenslange Haftstrafe.

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