Es gibt einen Krieg in Russland. Ein Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen in Osteuropa. Russen, Ukrainer und andere Slawen konvertieren zum Islam und der Wahabismus ist auf einen stillen Kreuzzug, die brutalen Auswüchse dieser menschenverachtenden Ideologie haben wir nicht zuletzt in Tschetschenien erlebt. Wir neigen dazu zu denken, die Medien berichteten liefern ein mehr oder vollständiges Bild der Wirklichkeit.

Das ist in falsch. Während der Bevölkerungsanteil der Muslime in Deutschland etwa 5% beträgt und in den nächsten Jahren auf 7% steigen wird, liegen die Werte in Russland rund doppelt so hoch. Das macht Russland sowohl relativ als auch absolut zum Land mit der größten muslimischen Bevölkerung in Europa.

Russische Behörden schätzen in der letzten Dekade sind etwa 10.000 Slawen zum Islam konvertiert.

Zu den skurrileren Fakten dieser Episode gehört, dass es sich dabei vorwiegend um ethnische Ukrainer handelt. Vermutlich vorwiegend aufgrund der schlechtern wirtschaftlichen Situation.

Vergleichen wir das mit den geschätzten 150.000 Slawen die auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zu den Zeugen Jehovas konvertiert sind, mag das nicht allzu viel klingen. Allerdings sind die sehr friedfertigen Zeugen Jehovas auch keine Wahhabiten, entsprechend empfiehlt es sich nicht diese Zahlen zu verwechseln.

Alle Religionen kennen zwei Seiten, die kontemplative auf Gott und Jenseits gerichtete Varianten des orthodoxen Christentums, des schiitischen und sufistischen Islams und die sehr politische Variante des Puritanismus. Evangelikale leben mehr in der diesseitigen Welt in dem sie die Regeln ihrer Glaubens für die Regeln der ganzen Welt halten und für Wahhabiten gilt das ganz sicher nicht weniger. Vielmehr kommt hier noch die Komponente der Gewalttätigkeit hinzu, wie es bei verschieden islamistisch motivierten Anschlägen in Russland eben der Fall war.

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