Spirituelle Sprüche und die Wut

30. Mai 2017 @ 3:21
Junge vor Fenster

Ich bete, ich meditiere und interessiere mich für Yoga, Spiritualität und manchmal möchte ich meinen Nachbar einfach nur mit dem Auto überfahren.

Ich versuche so gut ich kann, in göttlicher Liebe, Leidenschaft und Vergebung zu leben und trotzdem, manchmal geht einfach mein Temperament mit mir durch.

Ich beschuldige alle Anderen und werde ausfällig, kurz darauf folgt das schlechte Gewissen.

Manchmal fühle ich mich mich wie der Dalai Lama und dann wieder wie Rose Maries Baby oder Chucky, die Killer-Puppe oder die Hauptfigur aus ähnlichen Spirituellen Filmen. Es ist wie der Gang der Gezeiten, ich kenne Ebbe und Flut.

Dabei möchte ich an das Gute im Menschen glauben, lieben und strebe nach neuen, harmonischen Arten zu leben. Ich bin immer auf der Suche und hungrig nach Verständnis, ich strebe nach wissen und Wahrheit. Das ist der Verlauf meiner meisten Tage und ich lerne täglich dazu.

Ich bin übersensitiv, ein Empath, das öffnet einen ewigen Zwiespalt in diesem Leben. Es gibt mir einen tieferen Einblick in menschliches Verhalten und Bewusstsein und trotzdem frage ich mich, weshalb wir alle so verrückt sind.

Seltsame Menschen und Streit

Wir verursachen Leid und wir erleiden gleichzeitig Schmerz. Wann kommen wir endlich an den Punkt, uns zu entschließen uns zu ändern, Karma und so.

Ich beobachte mich selbst sorgfältig und deshalb fällt es mir auf, wie sehr ich meine eigenen guten und schlechten Eigenschaften auf andere übertrage. Alle Wirklichkeit auf der Welt liegt in uns selbst.

In den hässlichsten Menschen und ich meine, körperlich und spirituell erkenne ich ihr Potential. Im Grunde sind wir alle unbeschränkte Möglichkeit. Das Einzige, dass uns von Ewigkeit und Größe trennt ist unser Ego.

Das fällt mir meistens auf, wenn ich täglich versuche alle mit der gleichen Freundlichkeit und Leidenschaft zu begrüßen. Ich erkenne dabei, wie sie sich öffnen.

An anderen Tagen, bin ich von allen anderen meilenweit entfernt, manchmal ohne dass ich es erkenne. Ich rutsche dann darin ab, andere zu bewerten und zu richten. Ich tue das nach meinen eigenen Maßstäben, als wäre das für andere von irgendeiner Bedeutung.

Ablehnung ist immer, wo aller Streit beginnt. Sorgen schleichen sich ein und mit ihnen kommen Angst, Zorn und Kontrolle. Mein Ego drängt sich auf dem Fahrersitz und ich weiß jetzt schon, dass es das Auto gegen die Wand setzen wird. Ich werde dann ein kleines, ungehaltenes Kind.

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Gewitter Wolken

In 0,5 Sekunden gehe ich von einem engelsgleichen, liebevollen, offenen Menschen in einen von Dämonen besessen Berserker.

Meistens geht es dabei um Kleinigkeiten. Genau genommen, dachte ich immer, ich würde mich frühe oder später in einen Zen-Master zu verwandeln.

Ich lag falsch und außerdem ist das mein Schokoriegel.

“Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins”, ist vermutlich einer der klügsten Sätze, die jemals von Menschen geäußert wurden. Nummer 2 lautet Bau es und sie werden kommen.

Das Leben ist einfach. Als ein Schüler seinen indischen Meister nach dem Sinn des Lebens frage, antwortete dieser

Atme ein, atme aus und sei glücklich.

Meistens ist das viel zu kompliziert für uns.

Wir kennen alle die alten Samurai-Filme, in denen der tragische Held nach aussichtslosen Kampf Selbstmord begeht um seine Ehre zu retten. Das ist selten dämlich. Die Krieger der Spartaner pflegten zu sagen:

Mit dem Schild oder auf dem Schild.

gemeint war damit, dass der klassische, griechische Schild für eine erfolgreiche Flucht zu schwer war. Damit blieb nur noch die Wahl siegreich zu sein oder unterzugehen.

Das Problem mit falschen Stolz

Die gewieften Athener entgegnen

Ich lasse meinen Schild fallen, kaufe mir einen neuen und konfrontiere meinen Gegner erneut.

In der Regel sieht die Lösung eines Problems genau so aus. Und ja Halbgriechenland wurde von den übermächtigen Persern überrannt und die Athener gaben ihre Stadt auf. Sie bemannten ihre Schiffe segelten in den griechischen Golf vor Salamis und setzten die persische Flotte auf Grund.

Die Perser sollten nie wieder zu einer Gefahr für das antike Griechenland werden und das ist die Art in der du dein Leben meisterst. Niemanden ist allen gut und niemand muss in allen Dingen gut sein. Es ist vollkommen ausreichend, wenn du deine Stärken und Schwächen kennst und sie akzeptierst.

Der Beste Rat den ich dir mitgeben kann ist, damit aufzuhören etwas zu sein, dass du nicht bist. Du wirst es ohnehin verbocken. Akzeptiere wer du bist und sieh die Schönheit darin. Entwicklung bedeutet zu erkennen, dass du ein göttliches Wesen bist und deine Einschränkungen als Mensch zu akzeptieren, denn wir sind beides.

Das zu akzeptieren bedeutet die verlorene Verbindungen zu dir selbst wiederherzustellen. Wenn du gelernt hast, dir selbst zu vergeben, kannst du auch Anderen vergeben. Kritisch gegenüber anderen zu sein, bedeutet immer die eigenen Fehler zu fürchten. Das ist die Falle in die ich selbst allzu oft tappe.

Mache es besser

Sahne auf Hand

Das ist einfach wenn wir ruhig bleiben, mit uns selbst in reinem sind und einen klaren Blick auf uns selbst und unsere Mitmenschen behalten. Manchmal ist das einfach, meistens allerdings nicht.

Trage es mit Stolz und Würde und versuche nicht aus Ehre, Stolz oder ähnlichen Schwachsinn dich selbst oder andere zu gefährden.

Wenn wir uns ganz auf unser Ego verlassen, handeln wir wie ein schlecht erzogenes Kind, voll ungebändigter Emotion. Wir schütteln uns vor Angst. Fluchen aus Zorn gegen Gott und Mensch und zerfließen letztlich in Selbstmitleid. Nachdem wir unser Schicksal bedauert und die Fäuste gen Himmel erhoben haben suchen wir nach dem kürzesten Ausweg. Das ist viel zu oft ein Abschleppseil oder eine klare Flasche Schnaps.

Besser ist es einen Schlussstrich zu ziehen, das Vergangene abzuhaken und sich ein lautes „Fuck it.“ zu denken. Die Tage an denen wir den Schwanz einziehen und uns in unserem sicheren Cocoon zurückkriechen wollen sind eine Illusion, die das Ego für uns bereithält. Es ist Selbstschutz , die Frage ist, ob du ihn wirklich brauchst.

.“Das beste, was du mit deinem Leben tun kannst, ist das letzte bisschen davon, aus ihm herauszuschütteln.“

Wenn dir das Leben Zitrone gibt, such dir jemand der Tequila bekommen hat und veranstalte eine Party. Ich trinke aber nicht.

Jeder, der mit seinem Verstand identifiziert ist statt mit seiner wahren Stärke, dem tieferen, im Sein verankerten Selbst, wird die Angst als ständigen Begleiter haben. – Eckhart Tolle

Das Leben ist bei weitem nicht so ernst, wie uns der Verstand das einreden möchte. Und irgendwann bin ich vielleicht sogar so weit, meinen Schokoriegel mit anderen zu teilen.

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