Depri Sprüche, wenn dir zum Heulen ist

herbst

Ein milder Herbstwind bläst beständig durch die Baumkronen. Die Blätter heben sich und tauchen das Tal in einen rötlichen Schimmer. Es ist die richtige Jahreszeit für Depri Sprüche.

Ich beobachte zwei Eichelhäher, die sich um einen Zweig zanken. Ihr Anzug aus bunten Federn spiegelt Gesundheit und Kraft. Ich liebe den lauen Herbstwind, den entspannten Wechsel der Vegetation und das Wildleben geprägt vom allgegenwärtigen Überfluss der Erntezeit.

Der Fluss rauscht gemächlich in seinem Bett. Es gibt keine Knappheit. Nichts kämpft um sein Überleben oder wetteifert mit anderen.

Mein Problem besteht darin, das Gute im Leben zu akzeptieren und zwar ohne die andauernde Angst vor Verlust. Ich neige dazu, schöne Dinge zu übereilen, aus einem unbewussten Gefühl heraus sie sonst zu verlieren.

Dieses Glaubenssystem kann aus unbemerkten Erfahrungen in der Kindheit stammen. Ein drei Jahre alte Kind lacht hysterisch während es läuft, achtet nicht auf den Weg und fällt. Es verletzt sich . Daraus lernt das Unterbewusste, dass Glück unsicher ist und folgert, dass es uns nun davor schützen muss. Es kann uns nicht gestatten uns selbst zu verletzen. Ein anderes Beispiel ist ein super aufgeregtes Kind das enttäuscht wird.

Wie es soweit kommt

Es kann die unbewusste Entscheidung treffen, dass Aufregung unabänderlich zu Enttäuschungen führt. Es wird sich schützen und weiter keine großen Hoffnungen macht. Oder ein Kind mit ständig besorgten Eltern. Das Kind mag voller Glück spielen während die Eltern andauernd im panischen Tonfall vor den schlimmen Dingen warnen die passieren könnten. Das festigt im Kind ein Gefühl ständiger Gefahr vor der Welt und lehrt positiven Gefühlen und Glück zu misstrauen. Glück ist eine gefährliche Vision, sagt das Unterbewusste.

Die Wahrheit ist, für manche von uns ist Glück der Goldschatz am Ende des Regenbogens. Wir möchten es nicht erreichen, wir träumen davon. Wie konnte es soweit kommen ? Wir haben in unserem bisherigen Leben so viel gelitten, dass sich Glück wie etwas falsches anfühlt. Wir sind so gewöhnt, so eingebettet in unsere harten Erfahrung. Wenn wir geblendet sind von traumatischen Erfahrungen.

Flammen Depri Sprüche

Zu oft hat sich das Gute und unser Glück zu Asche verwandelt. Wir denken, Glück macht uns schwach macht und öffnet das Tor.Wenn wir uns die verschiedenen Ebene des Alltags ansehen wird es noch einfacher diese Muster zu erkennen.

Sagen wir, ein kleiner Junge spielt freudig mit seinem Spielzeug in der Wohnung und macht dabei Lärm.

Wenn das Kind einen Vater hat, den Lärm stört und der aggressiv darauf reagiert beginnt das Kind Freude mit Unglück zu verbinden. Das positive Gefühl wird verknüpft mit einer negativen Erwartung und damit mit negativen Gefühlen.

Wenn wir das fortsetzen, wie viele Menschen gab es in unserem Leben, die unser unser Glück und Freude (vielleicht aus Neid, weil es ihnen unangenehm war oder weil sie selbst so geprägt wurden) getrübt haben ?

Depri Beziehung und Bindung

Damit liegen die Chancen gut, dass wir unbewusst suchen was uns unglücklich macht. Wir haben gelernt, um den Frieden zu bewahren müssen wir unglücklich sein. Dieses Muster ist besonders verbreitet in Familien, in denen die Eltern ihr Selbstwertgefühl aus der Abhängigkeit des Kindes erhalten. Wenn ein glückliches, selbstständiges Kind die Eltern unglücklich macht, werden die Eltern versuchen das Glück zu stören. Diese Eltern werden unbewusst versuchen, das Kind in einem unreifen, unglücklichen kranken Zustand zu halten.

Die Hitze des Sommers ist gebrochen. Das unbändige Streben nach meiner größeren Vision ungebrochen. Ich trete vor dem herannahenden Winter in eine Zeit der Ruhe und Meditation. Ein Luftholen nach einem Jahr der Hast und Mühe. Dieses Jahr hat die schlimmsten Wunden meines Lebens wieder an die Oberfläche gespült. Ich habe emotionale Räume erfahren, die ich überwunden glaubte. Es war ein Rückfall. Monatelang war ich versucht diesen Prozess zu übereilen. Jeden Tag wachte ich auf und wollte zu mir selber finden.

Hochzeit Frisur

Die beginnende Hochzeitssaison erfüllt mich mit Vorfreude auf die kommenden Feiern. Wie überfällige Familienvereinigung sind sie voll mit Leben und Freude. Ein Überfluss an kostbaren Momenten der reinen Freude vereint in der Absicht das schönste Ereignis des Lebens zu begehen.

Ich habe mich gefreut auf die Fülle an Emotionen. Und genau so fühle ich meine innere Verzweiflung gefühlt.

Ich fühle mich nicht geborgen im Lachen, der Freude und den Gesten. Ich wünschte ich könnte es einfach genießen.

Ich habe niemals diese Paare verstanden, die zufrieden sind Jahr um Jahr verlobt zu sein im ewigen Ausblick auf das Gute das noch kommen möge. Sie sagen Dinge wie „Wir lieben einander wir haben viel Zeit und möchten sie genießen“. Ich empfinde sie als Außerirdische. Ich bin eifersüchtig auf das Glück ihres Lebens. Genauso finde ich es unvorstellbar ignorant und naiv. Naiv zu vergessen, wie leicht Dinge misslingen und wie oft es soweit kommt.

Zerstörtes Vertrauen

Im gewissen Sinne hat meine Karriere, und nicht nur meine, die Fähigkeit zu vertrauen zerstört. Unabhängig von meinem Vertrauen in Gott, bin ich neben Menschen gesessen, deren Partner verletzt wurden oder gestorben sind. Neben Menschen, denen ihre grundlegende Rechte verwehrt wurden, mit der Begründung sie seien nicht verheiratet.

Ich habe gesehen wie Verwaltungen Menschen ihre gemeinsame Rechte nehmen. Ich habe Krankenhäuser gesehen die Partnern den Eintritt verweigert haben, um die Hand ihres Liebsten zu halten.

Ich habe gesehen wie ihre Verbindung mit Füßen getreten, entehrt und heruntergespielt wurde. Ich habe gesehen wie Menschen die Möglichkeit verwehrt wurde Entscheidungen für ihren Partner und ihr gemeinsames Leben zu treffen. Es ist ein ernsthaftes Risiko zu heiraten. Jeder der die Falsche oder den falschen Menschen geheiratet hat wird dies bestätigen. Und nicht zu heiraten kann zumindest genauso hässlich werden.

Ich kann diesen Schmerz fühlen, wie er durch mein Herz sticht. Ich blättere durch Hochzeitsmagazine und mir stockt der Atem. Ich fühle mich ungeliebt und alleine mit diesen Bildern voller glücklicher Paare und ich merke, wie mein Gehirn aus ihrem Glück Bilder der Apokalypse entwirft. Ich höre meinen Verstand, der mir sagt, dass vermutlich nichts geschehen wird und ich sehe, wie sich vor meinen inneren Auge die Hochzeit in ein Begräbnis verwandelt. Ich habe die Vision eines Telefonanrufs. „Er ist gestorben“ sagt mir eine leise Stimme.

Prinzip Hoffnung

maedchen kornfeld

Ich fühle den unheiligen Abgrund eines schwarzen Loches und fühlte mich unfähig diese Erfahrung zu überleben. Im Verlauf meines unglaublichen Lebens habe ich mich daran gewöhnt die Axt fallen und Versprechen brechen sehen.

Ich hadere mit meinen Erfahrungen das Gute im Leben zu akzeptieren ohne, dass Oein und Verlust auf mich lauern.

Ich neige dazu Dinge zu übereilen. Hintergrund ist das unbewusste Gefühl, dass ich Glück auf Dauer nicht ertrage.

Lange Beziehungen waren aus den Erfahrungen aus meiner Kindheit immer sehr schwer und sie werden schwerer und schwerer. Lass es nicht soweit kommen.

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